
FrankfurtDer Goldpreis fällt und tastet sich an die Marke von 1700 Dollar je Unze heran. Das sind rund 200 Dollar unter dem Höchstpreis vom vergangenen Jahr. Bisher ist das eine laufende Korrektur, wie es sie seit Beginn der Hausse zur Wende des Jahrtausends schon mehrere Male gegeben hat. Per saldo ist Gold allerdings heute fast sieben Mal teurer als damals. Eine Blase ist nicht in Sicht.
Die Anleger schauen jedoch vor allem auf kurzfristige Trends. Seit Oktober ist der Preis um rund 100 Dollar gefallen. Da passen die veröffentlichten Daten der Minenlobby World Gold Council ins Bild: Im dritten Quartal stieg zwar die weltweite Nachfrage nach dem Metall gegenüber dem Vorquartal um zehn Prozent. Der Bedarf lag aber elf Prozent unter der Rekordnachfrage des Vorjahresquartals – im September 2011 hatte der Goldpreis ein historisches Hoch bei 1920 Dollar erreicht.
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Die Nachfrage schwächelte, weil die Anleger viel weniger Interesse an Münzen und Barren hatten. Sie schwächelte auch, weil die Nachfrage aus China fiel. Was viele Anleger nicht wissen: Gold ist aus Sicht eines Europäers ein Krisenmetall, während es bei Asiaten eher ein Wohlstandswert ist. Die Asiaten sind wichtige Nachfrager. Doch die chinesische Wirtschaft schwächelte, so dass die Nachfrage nach Gold, auch Schmuckgold, sank.
Der Goldpreis hängt aber nicht nur stark von der Wirtschaftslage in Asien ab. Aus Finanzmarktsicht ist der Preis auch stark an die Entwicklung anderer Risikoanlagen gekoppelt. Das gilt beispielsweise für Aktien. Aktienkurse und der Goldpreis bewegen sich in den vergangenen Wochen häufig in die gleiche Richtung.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
Wenn die Anleger ins Risiko gehen, kaufen sie sowohl Aktien als auch Gold. Wenn sie dagegen auf Sicherheit spielen, verkaufen sie Aktien und Gold und wechseln eher in erstklassige Staatsanleihen oder Cash. Die vergangenen Wochen waren die Anleger eher risikoscheu. Das erklärt auch den fallenden Goldpreis.
Die laufende Korrektur könnte vor allem dann deutlicher ausfallen, wenn sich die Abwärtsdrift bei den Risikoanlagen verschärft. Das Worst-Case-Szenario wäre eine Situation wie im Herbst 2008, als nach der Pleite der Investmentbank Lehman die Anleger aus Angst alle Risikoanlagen abstießen. In der Neuauflage einer großen Krise – aus welchem Anlass auch immer – könnte Gold erneut unter die Räder kommen.
Zur Einordnung zwei Zahlen: Im Jahr 2008 sackte der Preis in der Spitze von 1030 auf 733 Dollar, das ist ein Abschlag von 29 Prozent. In der laufenden Korrektur seit September 2011 hat Gold elf Prozent verloren.
Eine klassische Blase bei Gold ist auch nach der langen Hausse nicht in Sicht. Die wichtigsten Argumente für Gold: Mit dem weiter negativen Realzins fallen Anleihen als rentierliche Alternative weg; die ungelöste globale Schuldenkrise wird die Anleger weiter in die beste Währung drängen, eben ins Gold.

Genau so sehe ich das auch,per sogenannter Spezialisten Angst verbreiten und den kleinen Bürger zum Verkauf von Silber und Gold drängen.
Diese Verbrecher wie ich Sie nenne,werden für Ihre negativen Prognosen sehr gut bezahlt.
Ich glaube jedoch,daß der Normalbürger dies längst nicht mehr glaubt.

Man hört immer wieder, daß man physisches Gold nicht in erster Linie kauft, um reicher zu werden, sondern man kauft es deshalb, um nicht ärmer zu werden. Man kann es auch so sagen: Man kauft schon Gold im Hinblick auf das vorhandene Wertsteigerungspotential gegenüber den Papiertauschmitteln(Währungen), um Verluste bei anderen Vermögensarten zu kompensieren(um per Saldo nicht ärmer zu werden). Man sollte keine Vermögensarten besitzen, die verlustgefährdet sind.Das läßt sich aber wohl nicht gänzlich vermeiden.

Man kann es auch so sagen: Man kauft schon Gold im Hin blick auf das vorhandene Wertsteigerungspotential gegenüber den Papiertauschmitteln(Währungen), um Verluste bei anderen Vermögensarten zu kompensieren(um per Saldo nicht ärmer zu werden). Man sollte keine Vermögensarten besitzen, die verlustgefährdet sind.






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