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Embargo gegen Iran: Ölmarkt bereitet sich auf Engpässe vor

Am Ölmarkt wird schon eine handfeste Krise eingepreist: In zwei Tagen ist der Preis um über sechs Prozent gestiegen. Doch Europa und die USA lassen nicht von ihren Plänen ab, Iran einen Denkzettel zu verpassen.

Der Ölpreis steigt mit der Gefahr, dass sich der Irankonflikt ausweitet. Quelle: dapd
Der Ölpreis steigt mit der Gefahr, dass sich der Irankonflikt ausweitet. Quelle: dapd

DüsseldorfDas mögliche Ölembargo der Euro-Zone gegen Iran hat den Preis für die Rohölsorte Brent steil nach oben getrieben. Am Donnerstag lag der Preis bei fast 115 US-Dollar, nachdem er innerhalb von zwei Tagen 6,3 Prozent zugelegt hatte. Die Euro-Zone erhält täglich 450.000 Barrel Öl aus Iran und ist damit nach China der zweitgrößte Abnehmer.

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Aus Iran soll alles so klingen, als wäre ein Embargo einzig und allein ein Problem für die Euro-Zone: „Wir könnten ganz einfach Ersatz für diese Kunden finden“, sagte S. M. Kamsari, internationaler Direktor der Nationalen Ölfirma des Irans. So könnte der Iran einen Großteil des Öls statt nach Europa an Staaten in Asien und Afrika verkaufen. Zudem gebe es die Möglichkeit, Rohöl für eine bestimmte Zeit auf Tankern zwischenzulagern.

Der europäische Protest gegen das iranische Nuklearprogramm könnte außerdem dazu führen, dass Iran die Meerenge von Hormus zum Persischen Golf und damit eine der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten blockiert. Etwa 20 Prozent der weltweiten Öltransporte werden dort verschifft. Laut einer Einschätzung der französischen Société Générale könnte der Ölpreis durch ein Embargo auf 125 Dollar steigen. Erst Mitte Dezember notierte der Ölpreis noch unter 104 Dollar. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ist seit langem im Aufwind und hat sich seit Mitte Dezember um knapp zehn Dollar auf 102,93 Dollar verteuert.

Irans größte Ölabnehmer

  • China

    China kaufte im ersten Halbjahr 2011 22 Prozent des iranischen Öls auf - will allerdings weg von der großen Abhängigkeit von Iran. Stattdessen wird unter anderem Saudi Arabien zu einem immer wichtigeren Lieferanten. Schon als der Iran-Konflikt im vergangenen Herbst brodelte, drosselte China seine Investitionen in die örtliche Öl- und Gasindustrie.

  • EU

    Die EU nimmt dem Iran 18 Prozent seiner Ölvorräte ab. Aus EU-Sicht ist diese Menge allerdings nicht allzu groß: Im ersten Quartal 2011 importierten die 27 EU-Staaten insgesamt 896 Millionen Barrel Rohöl. Davon kamen 4,4 Prozent aus dem Iran.

  • Japan

    14 Prozent seines Öls liefert Iran an Japan, den drittgrößten Ölverbraucher der Welt.

  • Indien

    Iran exportiert 13 Prozent seiner Ölproduktion an Indien - doch auch in diesem Geschäftsverhältnis hat es in den vergangenen Monaten gekriselt, als Indien mit Zahlungen für geliefertes Öl in Verzug geriet.

  • Südkorea

    Zehn Prozent seiner Ölproduktion liefert Iran an Südkorea. Das sind gleichzeitig auch zehn Prozent des südkoreanischen Bedarfs. Das Land halte Ausschau nach alternativen Lieferanten, berichten Experten.

  • Türkei

    Sieben Prozent des iranischen Öls gehen an die Türkei. Diese ist damit besonders von den Lieferungen aus dem Nachbarland abhängig: Die Türkei bezieht 30 Prozent ihres Ölbedarfs aus Iran.

Trotzdem sind sich die westlichen Industrieländer in ihren Sanktionen einig. Die USA begrüßten die Entscheidung der EU als Mittel, um den wirtschaftlichen Druck auf die Regierung in Teheran zu erhöhen. Die Regierung in Washington hatte erst vor wenigen Tagen Finanzsanktionen in Kraft gesetzt.

Auch Italien ist nach den Worten von Ministerpräsident Mario Monti grundsätzlich bereit, das Embargo mitzutragen. Allerdings müsste es schrittweise umgesetzt werden und Lieferungen ausnehmen, mit denen der Iran Schulden beim italienischen Energieversorger ENI bezahlen soll. Innerhalb der EU zählen Italien, Spanien und Griechenland zu den größten Abnehmern iranischen Öls. Griechenland hat vor zwei Tagen dem Embargo ebenfalls zugestimmt.

Historische Preissprünge Wenn der Ölpreis explodiert

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Starke Preissteigerungen dürften zumindest vom aktuellen Stand in der europäischen Schuldenkrise abgefedert werden. Laut dem griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos drohe bereits im März eine Staatspleite, falls weitere Reformen nicht umgesetzt und die Einkommen weiter sinken würden. In dem Fall wäre mit einem Knick in der Konjunktur und sinkender Nachfrage nach Öl aus der Eurozone zu rechnen.

"Was wir derzeit sehen, ist ein Konflikt zwischen zwei gegenläufigen Kräften, die auf den  Ölpreis einwirken", erklärte der leitende Rohstoffanalyst Ric Deverell von der Credit Suisse zur Schuldenkrise und der Situation im Iran. Der Ölmarkt  bleibe daher ausgeprägt volatil, was noch für einige Zeit anhalten werde, sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg.

  • 05.01.2012, 23:43 UhrAnonymer Benutzer: propaghandi

    Von welchen Angriffswaffen sprechen Sie denn?!?!
    Raketen (Luft/Luft / Boden/Luft / Luft/Boden / Boden / Boden) hat praktisch jeder Staat - wie sie selbst ja im Focus kopiert haben (S300 in Kreta und Tor M1)! Die bis jetzt vorgebrachten Beweise bez. A-Waffen sind gleich stichhaltig wie jene, die dazu geführt haben, dass der Irak "demokratisiert" wurde. Stichwort "Yellow Cacke" und ABC Waffen (in 45min. Einsatzbereit bis London...). Die müssen extrem gut versteckt sein - wir suchen diese noch heute!
    Welcher NICHT Nuklearstaat mit ohne Erstschlagskapazität ist so Wahnsinnig und greift einen Nuklerstaat MIT ERstschlagskapazität an (Seit Mordechai Vanunu ist leugnen zwecklos!)?!?! Wenn der Iran eine A-Bombe wollte - ein kleines "Schmankerl". Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verschwanden mehrere 100Kg Waffenfähiges Plutonium + 8 Kofferbomben! WENN der Iran eine A-Waffe wollte, könnte er Bestandteile auf dem Schwarzmarkt kaufen - und müsste nicht Jahrzehnte in die Anreicherung investieren. Beim gebahren gewisser Staaten kann ich nachvollziehen, wenn andere Staaten anfangen die Bombe zu mögen - Nordkorea hat Ruhe, seit dem es die Bombe hat! Paradox,nicht? Nein, ich bin weder ein Fan des Iran, noch der von Nordkorea! Ich verachte imperiale Kriege und die naive Vostellungen gewisser Mitmenschen die vergessen, dass im Krieg Menschen vernichtet werden - auch wenn uns CNC und co. dies bei den bombastischen Bildern nicht unter die Nase reibt!

    Bringen Sie doch Bitte einmal nachprüfbare Fakten und nicht nur infame Kriegspropaganda. Die bekomme ich, wenn ich will, im Focus, Stern, Spiegel, Bild usw. zur genüge.
    Ich sage es jetzt nochmals deutlich - DER IRAN HAT NIE GESAGT, DASS ER ISRAEL ALS STAAT UND / ODER STAATSVOLK VERNICHTEN WILL! ER SPRACH VOM ZIONISMUS - EINER IDEOLOGIE! DESHALB SCHRIEBEN SIE JA SELBST "DAS ZIONISTISCHE REGIME, DASS..."! Das ist ein kleiner Unterschied!

  • 05.01.2012, 18:22 UhrAnonymer Benutzer: Propaghandi

    Das mit dem "Zionistischen Regime" hat andere Gründe! Achmed hat nichts gegen Juden (grösse Jüdische gemeinde im nahen Osten lebt im Iran!), der Achmed mag den Zionismus nicht! Ideologen Darf und soll man Kritisieren - siehe Faschismus!
    Ähm Achmed sagt, dass es ungerecht ist, dass die Palästinenser für die VERBRECHEN der Nazis ihren Wohnraum verloren haben - wie Sie im letzen Satz ja selbst "gecopy&pastet" haben! Im Abschreiben und aus dem zusammenhang gerissen Zitieren sind Sie spitze - Wissen Sie, dass das "wipe out.." Zitat ein Zitat von Chomeini ist? Im selben Jz. (80er) bekamen die Iranis suport für ihr Raketenprogramm aus ISRAEL!
    Jeder Behaviorist wäre entzückt über ihre Leistungen. ;-)

  • 05.01.2012, 18:19 UhrEnergieelite

    Am 18. August 1988 veröffentlichte die Hamas ihre Gründungscharta.[29] Darin sind Ideologie und strategische Überlegungen vereint.[29][30]


    2006: Wahlplakat der Hamas in Ramallah. Auf ihm wird ein "Palästina von der See bis zum Fluss" gefordert.
    Als Ziel der Hamas nennt die Charta, „die Fahne Allahs über jedem Zoll von Palästina aufzuziehen“. Palästina umfasst für die Charta die gesamte Region inklusive Israels und Teilen Jordaniens. Israel wird als „zionistisches Gebilde“ bezeichnet, dessen „islamisches Heimatland“ (Waqf) niemals Nicht-Muslimen überlassen werden dürfe, weil es bis zum Tag des Jüngsten Gerichts den Muslimen anvertraut worden sei (Art. 11). Deshalb sei es die religiöse Pflicht (fard `ain) eines jeden Muslims, für die Eroberung Israels zu kämpfen. Diese Ideologie wird theologisch mit Koranzitaten begründet. Sie verneint das Existenzrecht Israels und impliziert die Auflösung dieses Staates und jeder nichtreligiösen palästinensischen Verwaltungsbehörde.
    Verhandlungen und Konferenzen lehnt die Charta als für die Anliegen Palästinenser untaugliche „Zeitverschwendung“ und „vergebliche Bemühungen“ ab. Sie seien „nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen“. Doch für Palästina gebe es keine andere Lösung als den Dschihad;

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