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Goldkauf: Der Rausch nimmt kein Ende

Die Schuldenkrise in vielen Staaten macht den Anlegern Angst. Immer mehr Investoren kaufen auf der Suche nach Sicherheit Gold - der Preis steigt und steigt. Die Mehrheit der Experten erwartet eine weitere Verteuerung des Edelmetalls.

Gold-Nuggets: Auch einige Zentralbanken stocken ihre Bestände auf. Quelle: Getty Images
Gold-Nuggets: Auch einige Zentralbanken stocken ihre Bestände auf. Quelle: Getty Images

DÜSSELDORF. Der Gewinner des alten Jahres wird auch der Gewinner im neuen Jahr werden: Experten erwarten mehrheitlich, dass Gold seinen Rekordkurs im neuen Jahr fortsetzen wird. Doch die Preisprognosen driften auseinander.

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"Die Anleger sind nach wie vor gut auf Gold zu sprechen", sagt Thorsten Proettel von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Bis Ende 2011 sieht er den Preis ebenso wie die Commerzbank und die Helaba bei 1 500 Dollar. Die Schweizer Großbank UBS zählt Gold sogar zu den "Top-Picks" des Jahres und hat ihre Prognose noch einmal angehoben: Eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) werde in einem Jahr rund 1 550 (zuvor 1400) Dollar kosten. Noch optimistischer ist die US-Investmentbank Goldman Sachs: Mit Blick auf die niedrigen Zinsen könne der Goldpreis Ende 2011 bei 1 690 Dollar stehen.

Die Nachfrage der Anleger hat dem Goldpreis 2010 ein sattes Plus von fast 30 Prozent beschert. Anfang Dezember erreichte der Preis sein Rekordhoch bei rund 1431 Dollar. In Europa mussten Investoren für eine Feinunze Gold gestern 1 074 Euro zahlen - so viel wie nie zuvor.

Warum ist Gold bei den Investoren so begehrt? An erster Stelle ist es die Suche nach Sicherheit. So hat die Schuldenkrise in Griechenland zeitweise regelrechte Panikkäufe ausgelöst. Gesucht waren Münzen und Barren ebenso wie Anlageprodukte auf Gold.

Ende Juni erreichten die Bestände von börsennotierten Fonds, die mit Gold hinterlegt werden, beim Marktführer SPDR den Höchststand von 1 320 Tonnen. Große Abflüsse hat SPDR nach Aussage von LBBW-Analyst Proettel seither nicht - kaum verwunderlich, denn die Angst vor der Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Zone ist ungebrochen.

Auch einige Zentralbanken stocken ihre Bestände auf

Und es gibt weitere Sorgen. "Gold ist für solche Investoren attraktiv, die verunsichert sind wegen des Inflationsrisikos, einer durch schwankende Ölpreise verursachten Instabilität, wegen der weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte und der Ausfallrisiken von Staatsanleihen", sagt Bradley George, Chef des Rohstoff-Teams bei Investec Asset Management. George ist auch mit Blick auf die immer noch recht starke Schmucknachfrage fast ebenso optimistisch wie Goldman Sachs. Schon in den nächsten sechs Monaten werde Gold nahe 1 600 Dollar notieren. Das Rückschlagpotenzial sei begrenzt, der Preis werde langfristig nicht unter 1 100 Dollar fallen.

Eine solche Zuversicht stützt sich natürlich nicht allein auf die Nachfrage der Anleger. Bradley blickt auch auf das eher geringe Angebot. Zwar investiere die Goldindustrie in neue Bergwerke, gleichwohl werde dieses neue Angebot im Jahresvergleich relativ gering bleiben. Damit würde sich zumindest in Südafrika der Trend fortsetzen. Das Land war einst Spitzenreiter bei der Goldförderung, jetzt geht die Produktion seit Jahren zurück.

Hinzu kommt, dass die Notenbanken am Goldmarkt die Seite gewechselt haben. Jahrzehntelang haben sie viel Gold verkauft und damit teilweise auch den Preis des Edelmetalls gedrückt. Inzwischen geben die Zentralbanken immer weniger Gold ab. Zuletzt hat nur der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Bestände abgebaut. Einige Zentralbanken kaufen auch Gold, etwa die in China und Russland. Dies treibt den Preis weiter.

  • 22.07.2011, 23:50 UhrAnonymer Benutzer: Wummbatz

    Hierzu wurde schon alles gesagt! Soll sich jder seine Meinung bilden.

  • 02.01.2011, 22:38 UhrAnonymer Benutzer: artur özkaplan

    New Orleans: gutes beispiel, das zeigt, wie einfach es passiert. Die Hurrikan-Prognosen waren tagelang in allen Medien. Wer erkannt hat, dass es Zeit ist zu flüchten, konnte das entweder per Auto oder per Flugzeug machen. Ohne Stau. Als dann die staatliche Evakuierungs-Aufforderung kam, waren alle Strassen verstaut. Dann verpfuschte die staatliche Hilfsorganisation FEMA alles, was man nur verpfuschen kann. Am schlimmsten traf es die bewohner der Unterschicht-Ghettos, die nur so in den Tag hineinleben. Auch diese hätten flüchten können, selbst ohne Auto - per bus. Aber Flucht kam ihnen nicht in den Sinn.
    Goldkaufen ist wie fliehen vor dem Hurrikan!!

    @Kintzel: informieren sie sich besser, ihre Argumente sind unschlüssig und im Widerspruch mit der Wirtschaftsgeschichte und Aussagen mehrerer Deutschen Professoren. Was in einer Wirtschaftskrise ins bodenlose fällt ist der Aktienmarkt..

  • 02.01.2011, 22:11 UhrAnonymer Benutzer: Gerd Kintzel

    @ Artur özkaplan

    Vielleicht machen Sie sich etwas sachkundiger über Grund und Zeitpunkt, an dem z.b. die USA ihre goldgedeckte Währung aufgaben. bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Unze mit US-$ 35 gedeckelt.

    Kleiner Tip: Dafür werden die USA den Franzosen ewig dankbar sein....

    Und sie sollten eines Wissen: Märkte, die sich über Jahre aufgebaut haben, sind innerhalb einer Woche ins bodenlose gesunken.

    Lesen Sie u.A. einmal über den Versuch der Gebrüder Hunt nach, den Silbermarkt zu cornern.

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