Rohstoffe

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Goldpreis fällt: „Die Goldbestände sinken jeden Tag“

An den Aktienmärkten ist der Bulle los. Für den Goldpreis geht es allerdings deutlich abwärts. Experten sehen die Goldpessimisten in der Überzahl und sprechen von sinkenden Goldbeständen der Indexfonds.

Der Goldpreis ist seit Wochen unter Druck. Quelle: dpa
Der Goldpreis ist seit Wochen unter Druck. Quelle: dpa

FrankfurtDie Feinunze Gold sackte am Kassamarkt um 1,8 Prozent auf 1443,31 Dollar deutlich ab. Damit scheint die Erholung seit Mitte April, als das Edelmetall den stärksten Preisrückgang seit drei Jahrzehnten erlitten hatte, zunächst vorüber zu sein. Angesichts des gestiegenen Preises ist die physische Nachfrage wieder erlahmt.

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“Die Verbraucher sind äußerst preissensibel. Daher sollte man nicht davon ausgehen, dass die Nachfrage anhält, zumal es seit dem Tief um 100 Dollar nach oben gegangen ist”, sagte Feng Liang, Analyst bei GF Futures Co. “Wer die erste Chance zum Kaufen verpasst hat, hofft wahrscheinlich auf erneute Rückschläge.”

Die Bestände des weltgrößten börsennotierten Indexfonds (ETFs) auf Gold mit physischer Besicherung, des SPDR Gold Trust, fielen am Montag um 0,3 Prozent auf 1062,30 Tonnen - dem niedrigsten Stand seit August 2009.

Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

  • 2003

    Schmuck: 2.484
    Barren und Münzen: 304
    ETFs: -
    Industrie: 386
    Zentralbanken: -620
    Gesamt: 2.594 Tonnen

  • 2004

    Schmuck: 2.616

    Barren und Münzen: 355

    ETFs: 133

    Industrie: 419

    Zentralbanken: -479

    Gesamt: 3.044

  • 2005

    Schmuck: 2.719

    Barren und Münzen: 396

    ETFs: 208

    Industrie: 438

    Zentralbanken: -663

    Gesamt: 3.098

  • 2006

    Schmuck: 2.300

    Barren und Münzen: 414

    ETFs: 260

    Industrie: 468

    Zentralbanken: -365

    Gesamt: 3.077

  • 2007

    Schmuck: 2.423

    Barren und Münzen: 435

    ETFs: 253

    Industrie: 476

    Zentralbanken: -484

    Gesamt: 3.104

  • 2008

    Schmuck: 2.304

    Barren und Münzen: 869

    ETFs: 321

    Industrie: 461

    Zentralbanken: -235

    Gesamt: 3.720

  • 2009

    Schmuck: 1.814

    Barren und Münzen: 780

    ETFs: 623

    Industrie: 410

    Zentralbanken: -34

    Gesamt: 3.593

  • 2010

    Schmuck: 2.017

    Barren und Münzen: 1.205

    ETFs: 382

    Industrie: 466

    Zentralbanken: 77

    Gesamt: 4.147

  • 2011

    Schmuck: 1.972

    Barren und Münzen: 1.515

    ETFs: 185

    Industrie: 453

    Zentralbanken: 457

    Gesamt: 4.582

  • 2012

    Schmuck: 1.908

    Barren und Münzen: 1.256

    ETFs: 279

    Industrie: 428

    Zentralbanken: 535

    Gesamt: 4.405

Auf mittlere Sicht dominierten die Pessimisten den Goldmarkt, sagte Peter Fung, Handelschef bei Wing Fung Precious Metals in Hongkong und wies darauf hin, dass die Goldbestände von SPDR jeden Tag um rund drei bis vier Tonnen pro Tag sinken.

Die Rohölkontrakte haben indes am Dienstagnachmittag im Minus gelegen. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni notierte zuletzt 1,3 Prozent niedriger mit 94,96 Dollar. Öl der Sorte Brent wurde am Terminmarkt mit 104,71 Dollar 0,7 Prozent schwächer gehandelt.

Damit neigten die Rohölpreise im Vorfeld der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten am Mittwoch zur Schwäche. Wie eine Bloomberg-Übersicht zeigt, könnten die Bestände in der vergangenen Woche um zwei Mio. Barrel gestiegen sein. Zudem hatte Saudi Arabien die Förderung auf den höchsten Stand seit fünf Monaten erhöht.

“Wir werden morgen möglicherweise mit einem weiteren Anstieg der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten konfrontiert werden, und das wird die Aufmerksamkeit auf die gute Versorgungslage richten”, sagte Ole Hansen, Rohstoffstratege bei der Saxo Bank A/S in Kopenhagen.

  • 16.05.2013, 21:41 Uhrhvh100

    Es geht doch gar nicht um Verschwörungstheorien. Es geht um das unausweichliche Ende eines jeden Systems. Vergleicht man unser FIAT Geldsystem mit einem Menschen, so wäre dieser 80 Jahre alt. Befindet sich das System innerhalb der letzten 10% seines endlichen Lebenszyklus, ist das Ende nah. Deshalb muss das Leben ja nicht wertlos gewesen sein. Das Einzige was hier angezweifelt wird, ist der absurde glaube, dass der Mann seinen 160. Geburtstag noch erlebt.

  • 16.05.2013, 21:34 Uhrhvh100

    Für mich spielen die Schwankungen auch keine so grosse Rolle. Das Papiergeldsystem wird in nicht allzu ferner Zukunft zusammenbrechen und neu aufgesetzt werden. Wann das geschehen wird, wissen wir nicht.

    Somit kauft man bei sinkenden Notierungen nach und bei steigenden Notierungen freut man sich. Es geht doch eher um Gold statt gesetzliche Rente. Oder Gold statt Kapitallebensversicherung oder Gold statt lebenslang kreditfinanzierte Immobilien. Gold ist Freiheit. Führen die Politiker Deutschland und Europa mal wieder in den Untergang, was ja ungefähr alle 30-50 Jahre vorkommt? Dann packt der Goldanleger seine Koffer und geht. Überwintern im Refugium bis der Spuck vorbei ist.

  • 09.05.2013, 14:03 Uhrvhe

    Dann schauen wir mal:
    Aktienmarktgröße: 36 Trillionen Dollars (2008)
    Anleihemarktgröße: 82 Trillionen Dollars (2009)
    Goldmarktgröße: 2,4 Trillionen Dollars (2010)

    Aber klar, es sind die Anleihe und Aktienmärkte und nicht die Goldmärkte, bei denen die Preise durch Liquidität oder niedrige Umsätze "getrieben" werden.

    10 Milliarden mehr oder weniger im Goldmarkt bewegt den Preis, 10 Milliarden mehr oder weniger bei Anleihen sind ein Lacher.

    GERADE die Tatsache, dass sich das Goldangebot nicht dem Bedarf anpassen kann, führt zu größeren Schwankungen als bei anderen Anlageklassen.

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