Rohstoffe

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Größter Goldkäufer: Die Welt druckt Geld, Putin kauft Gold

Russland steigt zum größten Goldkäufer der Welt auf. Daran ist Präsident Wladimir Putin nicht unschuldig. Er misstraut den USA – und will sein Land gegen den Verfall des Dollars absichern.

Wladimir Putin spaziert durch den Moskauer Kreml. Der russische Präsident hat viele Tonnen Gold kaufen lassen. Quelle: Reuters
Wladimir Putin spaziert durch den Moskauer Kreml. Der russische Präsident hat viele Tonnen Gold kaufen lassen. Quelle: Reuters

Russland ist nicht nur der weltgrößte Ölproduzent, das Land ist auch zum größten Goldkäufer der Welt aufgestiegen. Vorangetrieben hat dies Wladimir Putin. Mit dem Kauf von Gold will der russische Präsident sein Land gegen einen Verfall des Papiergeldes rüsten.

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In den vergangenen zehn Jahren hat die russische Zentralbank 570 Tonnen Gold erworben, ein Viertel mehr als das zweitplatzierte China. Das geht aus Daten des IWF hervor, die die Nachrichtenagentur Bloomberg zusammengestellt hat.

„Je mehr Gold ein Land hat, desto größer ist seine Souveränität im Falle einer Katastrophe bei Dollar, Euro, Pfund oder anderen Reservewährungen“, sagte Jewgeni Fjodorow, ein Abgeordneter von Putins Partei Einiges Russland in der russischen Duma.

Die Goldreserven der Staaten

  • USA

    Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

    Stand: Januar 2014

  • Deutschland

    Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

  • Internationaler Währungsfonds (IWF)

    Goldschatz: 2.814 Tonnen

  • Italien

    Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

  • Frankreich

    Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

  • China

    Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

  • Schweiz

    Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

  • Russland

    Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

  • Japan

    Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

  • Niederlande

    Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

  • Indien

    Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

  • Türkei

    Goldschatz: 506,3 Tonnen

  • Europäische Zentralbank (EZB)

    Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Argwöhnisch beobachtet Putin die Abwertung des Dollars in den vergangenen Jahren. Er beschuldigt die USA, ihr Monopol auf die Weltreservewährung zu missbrauchen und damit die Weltwirtschaft zu gefährden.
Schon vor Jahren gab Putin die Anweisung, verstärkt Gold zu kaufen. Im November 2005 erklärte er während einer Reise in die Region Magadan im russischen Fernen Osten – dort sind Polyus Gold International und Polymetal International tätig –, die Notenbank solle das Edelmetall nicht scheuen.

„Es heißt mit gutem Grund Gold- und Devisenreserven“, erklärte Putin laut einer Kreml-Mitschrift. Zu dem Zeitpunkt notierte Gold bei 495 Dollar je Unze.
Seitdem ist der Goldpreis um knapp 400 Prozent geklettert. Am Dienstag notierte Gold am Tagesmarkt bei 1642 Dollar die Unze. Im vergangenen Jahr legte der Preis des Edelmetalls sieben Prozent zu und verzeichnete damit das zwölfte Jahr in Folge ein Plus.

  • 25.02.2013, 16:37 UhrJaja

    @bjarki
    Ich würde Ihnen einen Gang zum Psychologen empfehlen. Sie haben geradezu ein Drang irgendein sinnloses Zeug zu schreiben sobald Sie was über Putin oder Russland lesen bzw. hören. So viel Hass/ Neid ist nicht gesund...

  • 13.02.2013, 18:02 UhrMazi

    Haben Sie gesehen, dass die BaFin § 89, Abs. 2 VAG gezogen hat?

    Bei den Versicherungen scheint die Hütte zu brennen.

  • 13.02.2013, 07:42 UhrBerlinerSonne

    mal abgesehen von Euren "Wadlbeißereien" wo jeder ein Stück der Wahrheit nahekommt, (nur von der jeweils anderen Seite) ;) stellt die Gold-Hausse der letzten Jahre doch nichts anderes dar, als die "natürliche" Reaktion auf die Ausweitung der Geldmenge, gefeuert durch Anhäufung von Schulden. Die derzeitige (Finanz-)Krise ist der beste Beweis. Die Eindämmung des Schuldenanstiegs (wie derzeit EU) dürfte auch den Goldmarkt beruhigen. Natürlich haben Putins physische Goldkäufe den Preis befeuert, aber derzeit halte ich den Preis für überreizt.
    Und JA es wird Gold "verbraucht", aber mittlerweile schon wieder (z.B. in JP) mehr durch Recycling zurückgewonnen, als importiert !!! Dieser Trend dürfte sich auch preisbedingt in weiteren Ländern fortsetzen (Kor,)

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