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Hedgefonds steigen aus: Gold auf Zwei-Monats-Tief

Ein starker Dollar und die Sorge über eine Zinserhöhung in China dämpfen die Nachfrage nach Rohstoffen wie Gold, Silber und Öl. Der Goldpreis steuert auf seinen ersten monatlichen Verlust in zehn Jahren zu. Ist das das Ende der Gold-Rally?

Der Goldpreis steigt nicht mehr Quelle: dpa
Der Goldpreis steigt nicht mehr Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Die Anzeichen verdichten sich. Hedge Fonds haben letzte Woche ihre Wetten auf einen steigenden Goldpreis aufgelöst und die Volumina an physischem Gold, die von ETPs gehalten werden sanken auf 2067,57 Tonnen den niedrigsten Stand seit Oktober. Nachdem Gold im vergangenen Jahr 30 Prozent zugelegt hat und am 7. Dezember 2010 die Marke von 1432,50 Dollar pro Unze erreichte, scheint nun die Stimmung zu kippen. In New York fiel der Goldpreis am Donnerstag zeitweise auf ein Zwei-Monats-Tief von 1346,50 Dollar. Damit steuert die Notierung auf den dritten Wochenverlust in Folge zu, was der schwächsten Performance seit dem Juli 2010 entspräche. "Die Gold-Rally ist so gut wie vorbei", sagt Leonard Kaplan, Präsident von Prospector Asset Management, "Jeder geht jetzt raus. Der Dollar steigt schön und die Rohstoffpreise sind alle zu hoch gewesen."

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Auch Silber verlor so viel wie seit zwei Wochen nicht mehr auf 27.473 Dollar die Unze. Der Preis fiel im Januar bereits um elf Prozent, nachdem er im vergangenen Jahr 84 Prozent gestiegen war.

Grund für den Rückgang der Preise ist die Furcht der Investoren, dass China bald seine Zinsen anhebt, um einem stärkeren Preisanstieg im eigneen Land entgegenzuwirken. Das würde sich negativ auf die Rohstoffpreise auswirken, sagt Adam Klopfenstein, Analyst bei Lind-Waldock. Denn durch eine Zinserhöhung könnte sich das chinesische Wachstum abschwächen. Das würde auch die Nachfrage nach Energie senken.

Das brachte die Währungen rohstoffexportierender Länder wie Australien, Neuseeland, Kanada und Japan unter Druck. Sie verloren zum Dollar, auch weil der Greenback selbst zusätzlichen Schub bekam, weil sinkende Arbeitslosenzahlen und eine Erholung am Häusermarkt Hoffnung auf eine Erholung der US-Wirtschaft wachsen lassen. Analysten der Investmentbank Morgan Stanley sehen daher die Trendumkehr beim Dollar gekommen: "Wir erwarten ein überdurchschnittliches US-Wachstum, das wird den Dollar weiter stärken", sagt Calvin Tse. Ein starker Dollar wiederum bringt ebenfalls die Rohstoffpreise unter Druck, weil diese größtenteils in der US-Währung gehandelt werden. Zudem verlieren Edelmetalle wie Gold und Silber ihre Attraktivität als alternative Investments.

Nachdem China bekanntgegeben hatte, dass die Inflation im Dezember auf 4,6 Prozent gestiegen ist, gab auch der Ölpreis 2,2 Prozent nach. Ein Barrel der Sorte WTI verbilligt sich auf 88,86 Dollar, Brent fiel auf 95,79 Dollar.

  • 05.02.2011, 22:53 UhrAnonymer Benutzer: an und für sich

    waren die letzten Wochen eine gute Gelegenheit den
    Vorrat aufzustocken.....
    Sehe keinen Grund warum der Goldpreis gerade jetzt weiter fallen sollte (wenn die frisch gedruckten ""banknoten"" noch nicht mal vollends im Umlauf sind) ich denke jemand ist daran interessiert den Preis zu drücken, um dann gewinnbringend wieder einzusteigen...

  • 28.01.2011, 12:18 UhrAnonymer Benutzer: Goldnugget

    Die Welt betreibt die expansivste Geldausweitung des letzten halben Jahrhunderts in einer bisher beispielosen Geschwindigkeit. Der nun -zum Glück- folgende Aufschwung ist mit billionen an Geldeinheiten erkauft.
    Und da soll ich raus aus meinem Gold, weil bestimmte Kräfte am Markt den Preis zum x-ten mal manipulieren wollen ? Die Anlage Gold gehört in jedes Portfolio!

  • 26.01.2011, 10:04 UhrAnonymer Benutzer: Goldsammler

    @Sprocki
    iNVESTiTiON in bildung ist natürlich unabdingbar, ferner in eine selbstgenutzte immobilie und wenn sinnvoll auch in Land, soweit die bekannten binsenweisheiten.
    Aber als Wertspeicher für eine Lebensleistung kommt man an Gold und Silber nuneinmal nicht vorbei. Wir werden leider wieder eine Generation erleben müssen, die um ihre Lebensleistung (nicht für die Erben erbracht) betrogen wird (Lebensversicherungen, Anleihen werden gegen Null entwertet werden).

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