Rohstoffe

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Monatsbilanz: Herbe Verluste für Rohstoffanleger

Der Oktober war für Rohstoffinvestoren ein schlimmer Monat. Die Anlageklasse fällt weit hinter Aktien, Anleihen und Devisen zurück. Vor allem Metalle sind betroffen. Wo die Preise einbrachen.

Metallfräse: Nickel ist in Zeiten schwacher Konjunktur weniger gefragt. Quelle: dpa
Metallfräse: Nickel ist in Zeiten schwacher Konjunktur weniger gefragt. Quelle: dpa

Der Oktober brachte Rohstoffanlegern hohe Verluste. Im vergangenen Monat liessen fallende Notierungen für Energieträger und Industriemetalle den Rohstoffmarkt so deutlich wie seit Mai nicht mehr einbrechen. Rohstoffe sind dabei hinter anderen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und dem US-Dollar zurückgeblieben. Gleichzeitig ist die Weltwirtschaft so langsam gewachsen wie zuletzt im Rezessionsjahr 2009.

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Der aus den 24 wichtigsten Rohstoffen berechnete Standard & Poor's GSCI Total Return Index ist im Lauf des Oktobers um 4,1 Prozent gefallen und hat damit sämtliche in diesem Jahr erzielten Gewinne aufgezehrt. Es war der zweite monatliche Rückgang in Folge und auf Jahressicht ergibt sich nun ein Minus von 0,7 Prozent. Der Welt-Aktienindex MSCI All-Country World Index gab 0,6 Prozent nach, während der US-Dollar-Index mit einem Minus von 0,02 Prozent nahezu stabil blieb. Anleihen aller Klassen lieferten positive Ergebnisse, wie der Global Broad Market Index der Bank of America Merrill Lynch belegt.

Welche Rohstoffpreise einbrachen

  • Orangensaft

    -8,25 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Silber

    - 9,89 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Zucker

    - 10,30 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Blei

    - 13,34 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Zink

    - 10,63 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Kaffee

    - 14,77 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Nickel

    - 14,81 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

Gelitten hat auch der Optimismus der Anleger. Der Internationale Währungsfonds IWF hat die eigene Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gekürzt und die US-Notenbank Federal Reserve sieht Belastungen der Weltwirtschaft als “deutliche Abwärtsrisiken”. China verkündete das siebte Quartal in Folge niedrigere Wachstumsraten, in der Eurozone schrumpften Industrie und Dienstleistungssektor stärker als zuvor erwartet.

“Es ist den Märkten klar geworden, dass zu wenig Wachstum weiterhin in der ganzen Welt ein Problem ist”, sagte Vermögensverwalter Michael Cuggino von Pacific Heights Asset Management in San Francisco. Den Rohstoffinvestoren sei nunmehr klar geworden, dass eine wachsende Nachfrage wohl zunächst ausbleiben werde, sagte sein Kollege Peter Sorrentino von Huntington Asset Advisors in Cincinnati.

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Alleine der Preis für Rohöl ist im Oktober um 6,5 Prozent auf 86,24 Dollar je Barrel WTI an der New York Mercantile Exchange (Nymex) gefallen und damit so stark wie seit Mai nicht mehr. Die Nymex ist die weltgrößte Warenterminbörse.

Die Mehrproduktion in den USA hatte die Lagerbestände auf Saisonhöchststände geschoben, die seit 30 Jahren nicht mehr erreicht wurden. Mit 6,61 Mio. Barrel erreichte die US-Produktion den höchsten Wert seit Mai 1995. Neue Fördermethoden - darunter das in Europa umstrittene so genannte Fracking in den Bundesstaaten North Dakota, Texas und Oklahoma - trugen dazu bei.

Diese Rohstoffpreise blieben stabil

  • Heizöl

    - 5,37 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Gas

    - 4,75 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Baumwolle

    -5,64 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Weizen

    - 3,87 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Lebende Rinder

    -1,65 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Mais

    - 4,4 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Soya

    Soya-Mehl: - 5,74 Prozent

    Soya-Bohnen: - 3,70 Prozent

    Soya Öl: - 4,22 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Gold

    - 5,27 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

  • Schlachtschweine

    -2,21 Prozent

    Preisverfall Oktober zum Vormonat. Quelle: Bloomberg.

Von den 24 Rohstoffen im GSCI-Index sind 20 im Oktober gefallen. Gold verlor 3,1 Prozent und verzeichnete den ersten Preisrückgang seit fünf Monaten. Der Nickelpreis sackte an der London Mercantile Exchange um zwölf Prozent ab - das erste Minus seit drei Monaten - und der Zinkpreis erlitt mit minus elf Prozent den höchsten Monatsverlust in diesem Jahr.

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  • 05.11.2012, 22:31 UhrVahlbruch

    Die Welt ist verrückt , Gold ist viel zu teuer noch vor wenigen Jahren lag der Goldpreis bei 600 US$ das viel schwerer zu fördernde Metall Platin war immer teurer als Gold !!
    Ich glaube in dieser Zeit sind Brillanten eine stabile Alternative , auf www.TopDiamanten.de kann man Brillanten von Privat für Privat Mehrwertsteuerfrei günstig kaufen und verkaufen.

  • 02.11.2012, 09:46 UhrOhweiohweiohwei

    "Gold verlor 3,1 Prozent und verzeichnete den ersten Preisrückgang seit fünf Monaten". Das Handelsblatt erinnert bei diesem Thema immer an an altes Waschweib, welches von nichts Ahnung hat aber mit einer großen Klappe immer vorn dabei ist. Jetzt noch einmal für das Handelsblatt: Der Goldpreis hat in den letzten Jahren 600% zugelegt.

  • 01.11.2012, 22:30 Uhrkognitiver

    Hellowach, Statt uns mit ihren unsubstantiierten Ergüssen zu langweilen, und uns Wetten anzubieten, wetten sie doch wirklich, wenn sie die Eier dazu haben, kaufen sie Gold-Calls, aber jammern sie uns dann nicht die Ohren voll oder erbrüten abstruse Verschwörungstheorien, wenn es schiefgeht

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