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Netzprobleme: Ölboom in Texas treibt Strompreise hoch

Die USA wollen sich von Energieimporten unabhängig machen. Doch die inländische Ölförderung bringt neue Probleme mit sich: Im US-Bundesstaat Texas steigen die Strompreise.

Neue Öl- und Gasförderungstechnologie gehört zu den Gründen für den Ölboom in Texas. Quelle: ap
Neue Öl- und Gasförderungstechnologie gehört zu den Gründen für den Ölboom in Texas. Quelle: ap

New YorkÖltransporter auf der Autobahn, Bohrtürme gleich daneben: Wie Werbeplakate künden sie vom neuerlichen Ölboom in Texas. Weniger offensichtlich sind die anderen Lastwagen, die mit Schotter und Spezialgeräten beladen sind. Dabei erzählen sie die eigentliche Geschichte.

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Mit neuen Technologien hat sich die Erschließung von Energiequellen und deren Förderung verändert. Schiefergebiete im südlichen Teil des Bundesstaates etwa haben sich als besonders geeignet für das umstrittene Fracking erwiesen - und die Produktion ist dort bereits in vollem Gang, wie der "San Antonio Express" berichtet. Gestiegene Ölpreise heizen die Förderung weiter an.

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Im Westen von Texas hat der Boom auf dem Ölfeld Permian Basin die Anzahl der Arbeitsplätze deutlich angehoben. Dabei profitierten nicht allein Rohstoffunternehmen von der Entwicklung; besonders der Hausbau habe in den ölfeldnahen Gebieten zugenommen, sagte ein Wirtschaftsexperte dem "Wall Street Journal". Doch es gibt auch gravierende Nachteile.

So steigen mit der zunehmenden Ölproduktion die Strompreise. Schließlich verbrauchen Bohrer, Pumpen und weitere Maschinen aus der Ölindustrie eine Menge Strom - und sie belasten damit am Ende den Geldbeutel der Gemeinden. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge stiegen etwa die Stromkosten für städtische Büros und Einrichtungen in der Stadt Midland um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, obwohl dort in etwa dieselbe Menge an Strom verbraucht wurde.

Das Problem liegt in der langen Leitung. Die Gegend hat zwar genug Kraftwerke, die der Stromnachfrage nachkommen könnten. Doch die Netzbetreiber müssen immer wieder vom günstigsten Strom auf weiter entfernte Kraftwerke ausweichen, weil Hochspannungsleitungen fehlen. Die Kosten legen sie meist als Aufschläge auf ihre Kundschaft um.

Inzwischen klagen auch die Ölfirmen im Permian Basin über die Extrazahlungen an die Stromlieferanten. Doch sie arbeiten bereits an einer Lösung. "Energieausgaben sind unsere drittgrößte Kostenstelle", sagte der regionale Leiter des Ölunternehmens Apache, John Christmann, dem "Wall Street Journal".

Das Unternehmen habe im Jahr 2012 mehr als 50 Millionen Dollar für Strom ausgegeben. "Deshalb versuchen wir, irgendeinen Weg zu finden, um diese Kosten zu drücken." Apache denkt dabei etwa daran, mit gasbetriebenen Generatoren zu arbeiten - und sich vom Stromnetz unabhängig zu machen.

  • 24.07.2013, 10:03 Uhrhafnersp

    @Quentin-Q

    Das ist womöglich keine Absicht. Ich vermute mal, dieser Artikel hat als Grundlage eine Meldung der Welt-Informations-Zentralbank Reuters (bezogen via der nationalen Ableger) und wurde durch die Autorin nur bearbeitet. Die Sicht "billig" und "teuer" ist daher wohl im Grunde eine amerikanische Sicht, keine deutsche. So ist das halt im Zeitalter der US-Besatzung, die nicht nur eine militärische ist, sondern VOR ALLEM eine mediale bzw. informationstechnische.

  • 24.07.2013, 09:57 Uhrhafnersp

    Möglicherweise soll dieser Artikel das Märchen von der Energie-Unabhängigkeit der USA aufgrund von Fracking-Boom und Consorten weiterspinnen. Darauf beruht nämliche der "Aufschwung" (die Aufschwungs-Illusion) der USA derzeit zu einem großen Maße. Und dieser Irrglaube Glaube bröckelt gerade (und offenbar bevor die Insider alle aussteigen können):

    http://www.goldseiten.de/artikel/176389--US-Shale-Boom~-Weshalb-der-Traum-platzen-wird-.html?seite=1

  • 24.07.2013, 09:53 Uhrhafnersp

    Die entsprechende deutsche Schlagzeile müßte wohl lauten:
    (energiebezogener) Steuer- und Ideologieboom treibt Strompreise hoch.

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