Rohstoffe

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Öl, Gold, Silber: Rohstoffpreise sinken - Soros verkauft Gold

Am Freitag sind die Rohstoffmärkte innerhalb kurzer Zeit unter Druck geraten. Die Preise für Öl und Edelmetalle fielen deutlich. Gold kostete zeitweise unter 1600 Dollar. Der Grund: Schlechte Nachrichten aus den USA.

Nachfragesorgen lasteten auf den Rohstoffpreisen, nachdem die Industrieproduktion in den USA im Januar überraschend geschrumpft war. Quelle: dapd
Nachfragesorgen lasteten auf den Rohstoffpreisen, nachdem die Industrieproduktion in den USA im Januar überraschend geschrumpft war.Quelle: dapd

Die Ölpreise sind am Freitagnachmittag stark abgerutscht. Nachfragesorgen lasteten auf den Notierungen, nachdem die Exporte aus dem Euroraum den stärksten Rückgang in fünf Monaten verzeichnet hatten und die Industrieproduktion in den USA überraschend gesunken war.

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"Die Industrieproduktion ist geschrumpft, und die europäischen Daten setzen den Ölmarkt unter Druck", sagte Bill Baruch, leitender Marktstratege von Iitrader.com in Chicago. "Rohöl fährt bei 98 Dollar gegen eine Wand. Das ist ein wichtiger Widerstand und die Linie im Sand, auf die alle schauen."

Die US-Sorte WTI zur Lieferung im März kostete zuletzt 95,54 Dollar und damit 1,8 Prozent weniger als am Vortag. Die Nordsee-Sorte Brent notierte bei 116,85 Dollar ein Prozent leichter.

Technische Indikatoren deuten darauf, dass der Ölpreis in New York in den kommenden Tagen weiter sinken könnte. Die Futures hatten sich zuvor einem "Doppel-Top" angenähert, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Gold wurde am Kassamarkt mit 1604,95 Dollar je Unze zuletzt 1,8 Prozent niedriger als am Vortag gehandelt. Zwischenzeitlich fiel der Preis sogar unter die Marke von 1600 Dollar.

Die Goldreserven der Staaten

  • USA

    Goldschatz: 8.133 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

    Stand: Februar 2013

  • Deutschland

    Goldschatz: 3.391 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

  • Internationaler Währungsfonds (IWF)

    Goldschatz: 2.814 Tonnen

  • Italien

    Goldschatz: 2.451 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

  • Frankreich

    Goldschatz: 2.435 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

  • China

    Goldschatz: 1.054 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

  • Schweiz

    Goldschatz: 1.040 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

  • Russland

    Goldschatz: 958 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

  • Japan

    Goldschatz: 765 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

  • Niederlande

    Goldschatz: 613 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

  • Indien

    Goldschatz: 558 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

  • Europäische Zentralbank (EZB)

    Goldschatz: 502 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Die Investoren George Soros und Louis Moore Bacon haben die Positionen an börsengehandelten Goldanlagen im vergangenen Quartal reduziert. Die weltweiten Investments in Gold - darunter Barren, Münzen und börsengehandelte Produkte - gingen im vierten Quartal um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 424,7 Tonnen zurück, wie der World Gold Council am Donnerstag berichtete.
Deutliche Preisrückgänge wurden auch bei anderen Metallen verzeichnet. So wurde Silber am Kassamarkt zwei Prozent niedriger gehandelt, Platin verlor 2,3 Prozent und der Palladiumpreis sank um 1,9 Prozent.

  • 17.02.2013, 11:43 UhrTuring

    Die Börsen waren zu Kostos Zeiten keine anderen als heute. Es wurde immer spekuliert und das ist an sich nichts schlimmes. Wer spekuliert, macht nicht nur Gewinn auf Kosten anderer, sondern kann sich genausogut verspekulieren. Und es gab schon vor der New-Economy-Blase und der Immobilien-Blase Börsen-Crashs.

    Ich habe zwei seiner Bücher gelesen. Er hat sich, nach eigenen Aussagen von einem Spekulanten zu einem Investor entwickelt, weil Buy and Hold funktioniert. Außerdem wird Kosto auch immer falsch zitiert. Er hat niemals gesagt, man solle Aktien und Schlafmittel kaufen. Er hat gesagt, man solle Qualitätsaktien(!), internationale Standardtitel, also nicht irgendwelche Pennystocks. Kosto warnte auch vor dem Neuen Markt und irgendwie ist es schade, dass das Platzen dieses Marktes nicht mehr miterleben konnte.

    Die Kunst liegt im Einkauf. Buffet macht auch nichts anderes: Er sucht sorgfältig aus, er liest Bilanzen, beschäftigt sich mit dem Geschäftsmodell. Er kauft nichts, was Räder hat oder dessen Geschäftsgebaren er nicht versteht. Buffet betreibt keine Chart-Exegese.

  • 17.02.2013, 11:32 UhrTuring

    Nur weil ich Gold als Absicherung kritisiere, impliziert dies noch lange nicht, dass ich Papiergeld befürworte. Es geht nicht um Papiergeld vs. Gold, sondern um Sachgüter vs. Gold. Ich habe doch schon einige Sachgüter genannt, die in der Krise wertvoller sind: Medikamente, haltbare Lebensmittel, Zigaretten, Spirituosen. Und ich denke an so ernsthafte Krisen wie kurz nach dem Krieg, als es in Deutschland keine gescheite Währung gab.

    Natürlich bekam man für Gold auch anständige Waren, aber man muss auch den Einkauf berücksichtigen. Für eine Unze Gold müsste ich 1600 € auf den Tisch legen. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten müsste ich dafür ca. anderthalb Monate arbeiten. Für eine Stange Zigaretten müssten ich nicht einmal einen Tag arbeiten. Zigaretten sind auch die bessere Währung, weil Zigaretten abzählbar sind und in der Qualität besser bewertbar (die Marke zählt). Bei einem kostbaren Ring muss man dann aufpassen, dass man nicht doppelt übers Ohr gehauen wird. Außerdem können Sie nur den ganzen Ring versetzen, nicht den halben. Von Zigaretten aber haben Sie viele und die können feilschen, ob Sie nun 20 Zigaretten oder 22 Zigaretten für ein Ei bezahlen. Ich resümiere: Gold taugt nicht als die Krisenwährung, als das es immer hingestellt wird.

    Übrigens empfehle ich Aktien, keine Anleihen. Ich finde es immer wieder lustig, wenn mir jeder Hinz und Kunz vorrechnet, man hätte negative Renditen. Unternehmen erwirtschaften tatsächlich was und behinhalten kein Zinsversprechen, das auf einer wackligen Währung beruht. Siemens hat immer Güter hergestellt, die immer gefragt waren, unabhängig davon, welche Währung gerade existierte.

    Außerdem liegt die Inflationsrate mit Sicherheit nicht bei 8 %. Die Leute, die sowas behaupten, sind Opfer der selektiven Wahrnehmung. Machen Sie mal die Augen auf.

  • 17.02.2013, 01:19 Uhrgeostratege

    Ist das Sarkasmus pur? Lesen Sie mal meinen Komment über turing!

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