Rohstoffe

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Ölpreis: Brent wieder teurer als WTI

Nach den deutlichen Verlusten am Montag hat sich der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stabilisiert. WTI fällt dagegen weiter. Schwache Hausverkäufe in den USA haben Sorgen um das Wachstum geweckt.

Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt): Der Ölpreis zeigt sich am Dienstag wieder etwas erholt. Quelle: dpa
Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt): Der Ölpreis zeigt sich am Dienstag wieder etwas erholt. Quelle: dpa

SingapurNordseeöl der Sorte Brent kostet am Dienstag wieder deutlich mehr als US-Leichtöl. Brent notierte mit 108,01 Dollar je Barrel nahezu auf dem Vortagesschluss, während WTI mit 106,23 Dollar 0,7 Prozent niedriger lag. Schon am Montagabend hatten Gewinnmitnahmen den WTI-Preis ins Schwanken gebracht. Schwache Häuserverkäufe in den USA hatten Sorgen um das Wachstum im größten Ölverbrauchsland geweckt.

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Die US-Ölsorte hatte in der vorigen Woche nach einer beeindruckenden Rally ein 16-Monats-Hoch von 109,32 Dollar erreicht und damit erstmals seit fast drei Jahren mehr als Brent gekostet. Wie aus den Daten der US-Rohstoff-Future-Kommission CFTC hervorgeht, hatten Hedgefonds im großen Stil auf einen steigenden WTI-Preis gewettet.

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Nachdem der Preis für Brent am 19. Juli erstmals seit August 2010 unter den für WTI gefallen war, erwarten Analysten nun wieder einen höheren Preisaufschlag der europäischen gegenüber der US-Sorte. WTI werde 2014 wohl acht bis neun Dollar unter Brent notieren, da die US-Golfküste wegen der zunehmenden Produktion von Schieferöl mit schwefelarmen Leichtöl „zunehmend gesättigt” sei, schrieb Goldman Sachs in einer Studie.

„Das zweimalige Scheitern des WTI-Preises an der Marke von 109 USD je Barrel dürfte erste Anleger zu Positionsglattstellungen veranlasst haben“, schrieben die Analysten der Commerzbank. „Es ist allerdings möglich, dass diese Finanzanleger bei niedrigeren Preisen wieder einsteigen.“ Allein in diesem Monat hat sich die US-Sorte um über zehn Prozent verteuert. Die Analysten von Goldman Sachs rechnen damit, dass Brent auch künftig mehr als WTI kosten wird. Ihre Prognose beläuft sich auf durchschnittlich acht bis neun Dollar für 2014.

  • 23.07.2013, 10:32 Uhrhafnersp

    Ölpreise müssen oben bleiben, weil sonst die US-Fracking-Phantasie und die u.a. auch daran aufgehängt "Recovery"-Illusion kollabieren.
    Hier Information zum Fracking-Bust:

    http://www.goldseiten.de/artikel/176389--US-Shale-Boom~-Weshalb-der-Traum-platzen-wird-.html?seite=1

    Möglicherweise wird auch deshalb die Entwicklung der Gasfelder des östlichen Mittelmeers durch die USA verhindert (mit Ausnahme von denen Israels natürlich, die bereits Gas fördern):

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/f-william-engdahl/israels-energiepolitische-gesamtstrategie-wird-erkennbar.html

    Man beachte hier vor allem die Lage der Gasfelder im Gesamtüberblick des östlichen Mittelmeers. Die Anliegerstaaten sind ein "who-is-who" der Länder in denen "Arabische Frühlings-Gefühle" per Twitter auftauchten bzw. von Nato-Angriffskriegen (Libyen, Syrien) oder bei denen Finanzangriffe stattfanden (Zypern, eventuell auch Griechenland).
    Die Anglo-Amerikanischen Energiemultis wollen sich die Kontrolle der Energieversorgung Europas wohl nicht aus der Hand nehmen lassen. Die Medienblockade dieses Gesamtkomplexes spricht Bände, hier diskutiert anhand Dirk Müllers Vorstoß bzgl den Griechischen Feldern:

    http://www.hintergrund.de/201307182706/politik/politik-eu/euro-krise-griechenland-und-verbotene-wahrheiten.html

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