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Opec-Treffen: Opec kürzt Fördermenge

Die Opec wird ihre tägliche Öl-Förderung von November an um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag kürzen. Das teilte die Organisation Erdöl-exportierender Länder am Freitag in Wien nach einem Treffen der Ölminister der 13 Mitgliedsländer mit. Nach dem massiven Preisverfall der vergangenen Wochen war diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet worden.

Logo der Opec: Das Öl-Kartell aus 13 Staaten wird ab November seine Förderung drosseln, um den weiteren Preisverfall zu stoppen. Foto: ap Quelle: ap
Logo der Opec: Das Öl-Kartell aus 13 Staaten wird ab November seine Förderung drosseln, um den weiteren Preisverfall zu stoppen. Foto: ap Quelle: ap

WIEN. Im Frühsommer lag der Preis für Barrel noch bei knapp 150 US-Dollar, inzwischen ist er auf unter 70 Dollar abgerutscht. Mit dem Beschluss von heute kürzt die Opec ihre Produktion um etwa 4,5 Prozent. Sollte das nicht reichen, könnten die Herstellerländer die Förderung im Dezember ein weiteres Mal reduzieren. Ein Treffen der Ölminister ist kurz vor Weihnachten fest in Algerien terminiert.

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Bereits im September hatten die Öl-Exportländer ihre Fördermenge um 500.000 Barrel pro Tag gekürzt. Der Schritt konnte den Preisverfall aber nicht stoppen. An den Ölbörsen hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass eine Rezession in den wichtigsten Abnehmerländer eine Rezession kaum noch zu vermeiden ist. Dies würde zu einem Rückgang des Ölverbrauchs und zu einem weiteren Preisverfall. Die teils schwachen Quartalsberichte von vielen Konzernen stützen die Rezessionssorgen. Der Energieminister von Katar, Abdullah al-Attija, hatte sich vor Beginn der Opec-Konferenz besorgt über die aktuelle Lage gezeigt: „Wenn der Preis unter 70 Dollar sinkt, dann stürzt das die Ölbranche in eine Krise“, sagte er dem Nachrichtensender Al-Arabija.

Auch die neuerliche Förderkürzung verpuffte zunächst: Der Markt habe eine Förderkürzung zwischen einer und 1,5 Millionen Barrel täglich bereits eingepreist, sagte Mike Wittner vom Londoner Öl-Research der Societe Generale gegenüber der Nachrichten-Agentur Bloomberg. Ein Fass der US-Sorte WTI verbilligte sich zeitweise um 4,79 Dollar auf 63,05 Dollar. Damit ist der weltweit wichtigste Rohstoff inzwischen so günstig wie seit Mai 2007 nicht mehr. Die in Europa führende Nordseesorte Brent kostete zwischenzeitlich 61,08 Dollar und damit 4,84 Dollar weniger als im späten Geschäft am Donnerstag.

Die Fördersenkung soll am 1. November in Kraft treten, sagte der saudi-arabische Ölminister Ali Naimi. Über einen Notfallplan für eine zweite Senkung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht gesprochen worden. Allerdings werde die Opec die Auswirkungen der Förderdrosselung noch vor Dezember analysieren.

Erdöl-Experten zweifeln allerdings daran, dass der Beschluss zur Förderkürzung schnell umgesetzt werden kann. „Es wird sehr schwer, die Kürzung sofort zu realisieren“, sagte Ehsan Ul-Haq vom Wiener Ölinformationsdienst JBC Energy. Allein schon aus technischen Gründen werde es eine Zeitlang dauern, bis die Kürzung greife. Das könne durchaus bis Januar dauern.

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