Rohstoffe

Diskussion: Kommentare zu: Hedgefonds sehen beim Goldpreis schwarz

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 28.05.2013, 17:19 UhrSchwabengold

    Wer hat Interesse an einem niedrigen Goldpreis?
    Welche Aufgaben/Interessen haben Hedgefonds?

    Ich denke die Antwort kann sich jeder selbst denken.
    Wir werden es erleben.

  • 28.05.2013, 17:25 Uhrzappenduster

    Jeden Tag treibt HO eine neue Sau durchs Gold-Dorf. Hört auf mit dem Scheiß, 3 Artikel, 5 verschiedene Meinungen.

    • 28.05.2013, 19:08 Uhrhafnersp

      @zapfenduster

      Seien Sie doch froh, daß es da noch verschiedene Meinungen gibt. Mir ist eher Angst vor der Zeit, wenn man im HB nur noch EINE Meinung zu jedem Thema lesen kann.

    • 28.05.2013, 21:27 UhrInflate_Or_Die

      Es ist ganz einfach. Zur Zeit haben wir zwei diametral gegeneinander gerichtete Kräfte: Die eine Kraft ist der gigantische deflationäre Druck, der sich in der welweit kontrahierenden Realwirtschaft zeigt, die andere Kraft sind die "Gegenmaßnahmen" der Zentralbanken, nennen wir sie nun LTRO, QE, Währungsabwertung, Liquiditätsschwemme oder wie auch immer - ich bevorzuge übrigens "Inflate or Die", weil das die Folgen für das Falschgeld (Fiat-Money)-Monopol der Zentralbanken am prägnantesten auf den Punkt bringt.
      1.) EDELMETALLE IM INFLATIONSSZENARIO:
      >Exkurs Inflation: Inflation ist NICHT Teuerung, sondern Teuerung ist immer die Folge von Inflation, und Inflation ist die Ausweitung der ungedeckten Geldmenge. Es steht also mehr Geld für diesselbe Güter- oder eben auch Assetmenge zur Verfügung. "Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen!" (Milton Friedman)<
      Aufgrund der manipulativ heruntergeknüppelten Niedrigzinsen der Zentralbanken erzielen die Anleger mit den meisten "sicheren" Papieranlagen respektive -forderungen eine negative Realverzinsung. Um der heimtückischen Enteignung durch die (tatsächliche) Inflation zu entgehen, flüchten die Anleger nun in die (zinslosen) Realwerte: hier kommt es zu gigantischer Asset-Inflation - es entstehen Blasen auf dem Immobilien-Sektor, auf den Aktienmärkten, auf den Rohstoffmärkten (wobei jedoch die Blase bei den Edelmetallen noch gar nicht begonnen hatte, da für eine Blasenbildung bei einem Asset dieses Asset extrem populär sein muss - wie die New-Economy-Aktien zu Beginn der 2000er Jahre). Da Gold und Silber der "natürliche" Feind des ungedeckten Papiergeldes sind (da mit einem intrinsischen Wert versehen und nicht inflationierbar - im Gegensatz zu Edelmetallforderungen = "Papiergold") würden sie also NORMALERWEISE im Inflationsszenario, wenn die Zentralbanken bewusst ihre Papierwährungen ruinieren, exorbitant steigen (auch gegen die anderen realen Assets wie z.B. Land, Immobilien oder eben auch Aktien)

    • 28.05.2013, 21:31 UhrInflate_Or_Die

      ...,wenn da eben nicht die "Feinde" aus den Notenbanken und ihre Helfer aus den Bullionbanken wären, die mit gigantischen Short-Positionen dagegenhalten. Der "Papiergold"-Markt kann jedoch nur solange überleben, wie es dort Mitspieler gibt, solange sich Anleger also mit Forderungen zufrieden geben und nicht die Metalle selbst haben wollen.
      2.) EDELMETALLE IM DEFLATIONSSZENARIO:
      Ich gehe jedoch davon aus, dass die Zentralbanken mit ihrem "Inflate or Die" scheitern werden, dass der deflationäre Druck stärker ist, und es zur finalen Schulden-Deflation (in einem Schuld-Geldsystem bedeutet "Geld" = Schulden) mit Vernichtung der Überschussliquidität kommen wird. Dies würde uns immerhin eine Hyperinflation (mit Massenverarmungen)ersparen, aber das Geld- und Finanzsystem und die Weltwirtschaft komplett crashen lassen. Ich glaube das, weil die Pferde trotz des überreichlichen Wassers (Liquiditätsschwemme + billiger Kredit) der Notenbanken einfach nicht zu Saufen anfangen wollen, um es einmal mit Keynes zu formulieren. Denn immer mehr Wirtschaftsteilnehmer sind flach UND KÖNNEN GAR NICHT MEHR KONSUMIEREN: in den USA gibt es ca. 47 Millionen Food-Stamps-Empfänger, in den PIIGS-Staaten verarmen schon jetzt immer mehr Menschen. Die Notenbanken müssten also tatsächlich das Fiat-(Falsch-)Geld mit dem Hubschrauber abwerfen, wie Heli-Ben einmal propagierte. Nur dann hätte die breite Masse Geld zum Konsumieren.
      Komt es zum deflationärebn Schock, bedeutet das für die Edelmetalle: ZUNÄCHST heftiger Einbruch des (Papier-)Preises durch drastisch sinkende Nachfrage als "Rohstoff" für die Industrie, zudem Liquidierung der Edelmetallforderungen (Abverkauf des "Papiergoldes" - genau das sehen wir aktuell, z.B. bei Gold-ETF-Fonds!!.
      Die Aktien- und Immobilienbesitzer, die beim EM-"Crash" noch hämisch lachen, bekommen dafür aber etwas später ihr wirkliches Waterloo: denn die Rohstoffmärkte haben immer eine gewisse Vorlaufzeit und reagieren als Erste. Die zweite Deflationsphase wird spannend:

    • 28.05.2013, 21:38 UhrInflate_Or_Die

      Da die Zentralbanken weltweit ja dabei sind, ihre Währungen zu ruinieren, vernichten sie gerade so was von gründlich das Vertrauen der Menschen in das Papiergeld. Gilt für eine Deflation normalerweise: "Cash is King", so wird das für das ruinierte Papiergeld eben nicht gelten. Die Marktteilnehmer werden nach (gedecktem) Echtgeld verlangen, und so werden die Edelmetalle in dieser Phase an Kaufkraft gewinnen. Die Asiaten, die noch wissen, was werthaltiges Geld ist, sind hier die Vorreiter, wie der aktuelle Edelmetall-Rausch dort zeigt. Der chinesische Analyst und Autor von "Currency Wars" Song Hongbing bringt es auf den Punkt: "Das Volk trifft die Wahl zwischen physischem Gold und den überflüssigen Währungen".
      Für dieses Szenario empfehle ich übrigens die Analyse von Raoul Pal:
      http://www.zerohedge.com/news/big-reset-2012-and-2013-will-usher-end-scariest-presentation-ever
      ...und diesen genialen Cartoon:
      http://www.zerohedge.com/news/2013-05-08/us-vs-china-currency-war-dummies

  • 28.05.2013, 17:34 UhrZahlmeister

    Wenn die südlichen EU-Staaten zu einer soliden Haushaltsführung gefunden haben und die Wirtschaft dort wieder floriert, wird Gold noch viel weiter fallen.
    Wenn dann die EU erst richtig demokratisch ist, geht es mit Gold noch weiter bergab. Gut, dass wir so weise Analysten und Politiker haben.

  • 28.05.2013, 18:06 UhrBuerge-r

    Alles klar, dass System der Papierleerversprechen beginnt zu zerfallen aber Gold wird uninteressant? Wer will denn bei negativen Realzinsen (und bald auch Nominalzinsen - s. Drohungen der EZB) noch Cash? Ich denke eher das Gegenteil ist der Fall und die Hedge-Jungs wollen den Goldpreis schlecht reden, um selber billig einzusteigen. Glaubt irgend jemand, die großen Jungs lassen sich in die Prognose-Karten schauen ohne eine Absicht?

  • 28.05.2013, 18:06 UhrOrwellsWegbereiter

    ...immer dann physisch kaufen, wenn solche Meldungen kommen oder auch wenn der Preis fällt! Los, los - nur so können wir die EU oder D noch retten!

  • 28.05.2013, 18:07 Uhrkarstenberwanger

    Wunderbar, dann kann ich umso mehr kaufen bis zum grossen Knall...So, no problem ;)

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