Die Gefahr weiterer Abflüsse bei börsengehandelten Goldprodukten würde nachlassen, wenn sich der Preis bis über die Marke von 1500 Dollar erholt oder die Aktienmärkte sich schwächer entwickeln, sagt Barclays Plc. Der US-Aktienindex Standard & Poor's 500 erreichte am Montag ein Allzeithoch und hat sich gegenüber dem 12-Jahres-Tief von 2009 mehr als verdoppelt. Die wichtigste Frage in nächster Zeit werde sein, ob die Einzelhandels- und Schmucknachfrage weiterhin die Abflüsse bei den börsennotierten Produkten auffangen könne, schrieben Barclays-Analysten um Suki Cooper am Montag in einer Mitteilung.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
“Der Ausblick ist bestenfalls uneinheitlich”, sagt Jeffrey Rhodes, weltweiter Leiter Edelmetalle bei INTL FCStone Inc. “Erstmals seit vielen Jahren gibt es eine gleiche Anzahl an Optimisten und Pessimisten. Der Preiseinbruch passierte exakt kurz vor einer Phase größerer physischer Nachfrage in Indien und nach dem Preisrutsch in zwei Tagen dauerte es nicht lang, bis der physische Markt ansprang.”
Der Einbruch beim Goldpreis hat einen Kaufrausch bei Münz- und Schmuckkäufern von China bis zu den USA ausgelöst. Die Münznachfrage von Prägeanstalten in den USA, Australien und Großbritannien beispielsweise zieht kräftig an, während sich das Volumen des Benchmark-Kassakontrakts an der Shanghai Gold Exchange an jedem Tag seit dem 16. April auf mehr als das Vierfache des Tagesdurchschnitts vom vergangenen Jahr belief. Die Aufschläge für die Sicherung des Angebots in Indien sind auf das Fünffache des Niveaus vor dem Einbruch gestiegen. China und Indien sind die weltweit größten Goldkäufer.

Journalismus ist tot. Was wir haben ist Propaganda.

Goldpreise werden und wurden schon immer manipuliert, der Markt wirkt hier nicht regelnd.

HB schreibt in einem anderen Artikel gerade eben:
"Dass die EZB dennoch laut über eine Zinssenkung nachdenkt, zeigt, in welch misslicher Lage sie steckt. Die aktuellen Wirtschaftsdaten sind sehr ernüchternd: In China und den USA haben sich die Erwartungen auf ein kräftigeres Wachstum nicht erfüllt. Nach einem hoffnungsvollen Start ins neue Jahr bremsen nun drastische Haushaltskürzungen in den USA das Wachstum. Die Peripherieländer der Euro-Zone stecken ohnehin tief in der Rezession. Der Rückgang des Ifo-Index in Deutschland deutet darauf hin, dass nun auch die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone taumelt."
Quelle:
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/ezb-unter-zugzwang-auch-deutschland-lahmt/8141940-2.html
Ohne Worte! Ja was ist denn nun real? Aufschung? Abschung? Beides geht doch nicht!!!
Da lassen sich echt soviele von den Aussagen der Banken blenden, die sich bereits schon längst mit Shorts auf Gold nachweislich eingedeckt hatten, dass man ihnen echt glauben schenkt. Wie naiv doch auch so manche Reporter sind und dies alles nicht mal hinterfragen. Das HB hat damals ja auch als Sprachrohr Goldman Sachs' fungiert und eine Artikel über das "Ende der Goldhaussee" Anfang April verfasst.
So langsam muss man sich echt Gedanken über den Journalismus des HB machen.






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