Rohstoffe

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Prognose korrigiert: Goldman sagt Ende der Gold-Rally voraus

Die Rohstoffpreise sind nach den Verlusten an den Aktienmärkten unter Druck geraten. Goldman sagt sogar das Ende der steigenden Goldpreise voraus. Doch davon war heute an den Märkten nichts zu spüren.

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognosen für das Edelmetall deutlich zurück genommen. Quelle: Reuters
Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognosen für das Edelmetall deutlich zurück genommen. Quelle: Reuters

Der Trend zum steigenden Goldpreis hat sich möglichweise schon gewendet, nachdem die US-Wirtschaft an Schwung gewonnen hat. Das haben die Analysten von Goldman Sachs in einer aktuellen Studie festgestellt.
„Der Wendepunkt im Goldzyklus ist wahrscheinlich schon da“, schrieben die Analysten, nachdem sie bereits in einer Studie vom 5. Dezember ein Ende der Rally beim Gold vorhergesagt hatten. „Der jüngste Zusammenbruch bei Gold-ETFs steht in scharfem Kontrast zu unserer Annahme, dass ETF-Positionen von einem längerfristigen Anlagehorizont und nicht von kurzfristigem Handeln bestimmt sind“.

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Goldnachfrage weltweit (in Tonnen)

  • 2003

    Schmuck: 2.484
    Barren und Münzen: 304
    ETFs: -
    Industrie: 386
    Zentralbanken: -620
    Gesamt: 2.594 Tonnen

  • 2004

    Schmuck: 2.616

    Barren und Münzen: 355

    ETFs: 133

    Industrie: 419

    Zentralbanken: -479

    Gesamt: 3.044

  • 2005

    Schmuck: 2.719

    Barren und Münzen: 396

    ETFs: 208

    Industrie: 438

    Zentralbanken: -663

    Gesamt: 3.098

  • 2006

    Schmuck: 2.300

    Barren und Münzen: 414

    ETFs: 260

    Industrie: 468

    Zentralbanken: -365

    Gesamt: 3.077

  • 2007

    Schmuck: 2.423

    Barren und Münzen: 435

    ETFs: 253

    Industrie: 476

    Zentralbanken: -484

    Gesamt: 3.104

  • 2008

    Schmuck: 2.304

    Barren und Münzen: 869

    ETFs: 321

    Industrie: 461

    Zentralbanken: -235

    Gesamt: 3.720

  • 2009

    Schmuck: 1.814

    Barren und Münzen: 780

    ETFs: 623

    Industrie: 410

    Zentralbanken: -34

    Gesamt: 3.593

  • 2010

    Schmuck: 2.017

    Barren und Münzen: 1.205

    ETFs: 382

    Industrie: 466

    Zentralbanken: 77

    Gesamt: 4.147

  • 2011

    Schmuck: 1.972

    Barren und Münzen: 1.515

    ETFs: 185

    Industrie: 453

    Zentralbanken: 457

    Gesamt: 4.582

  • 2012

    Schmuck: 1.908

    Barren und Münzen: 1.256

    ETFs: 279

    Industrie: 428

    Zentralbanken: 535

    Gesamt: 4.405

Die Schätzungen für das Edelmetall hat die US-Bank daher deutlich gesenkt. Auf Sicht von drei Monaten lautet das Ziel nun 1615 Dollar je Feinunze, nachdem es zuvor noch bei 1825 Dollar gelegen hatte. Auf Sicht von sechs und zwölf Monaten gehen die Analysten von 1600 Dollar bzw 1550 Dollar je Feinunze aus. Zuvor hatten sie 1805 Dollar bzw 1800 Dollar prognostiziert.

Die Gold-Futures waren am 21. Februar auf 1554,30 Dollar gefallen und hatten damit den niedrigsten Stand seit dem 29. Juni erreicht. Sie hatten damit auf das Protokoll der US- Notenbanksitzung im Januar reagiert, die eine Debatte über die Anleihekäufe durch die Fed gezeigt hatte. Am Dienstag und Mittwoch wird US-Notenbankpräsident Ben Bernanke vor Kongressabgeordneten die Geldpolitik rechtfertigen. Die Fed kauft in einer dritten Runde quantitativer Maßnahmen oder QE3 monatlich Anleihen im Umfang von 85 Milliarden Dollar.

Was Sie über Gold wissen sollten

  • Was ist Gold?

    Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

  • Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

    Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

  • Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

    Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

  • Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

    In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

  • Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

    Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

  • Was passiert mit dem Gold?

    29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

  • Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

    Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

    Quelle: World Gold Council

  • Wer sind die größten Goldbesitzer?

    Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

„Unsere Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Abwärtsrisiken ihrer Vorhersagen verringert haben, während die Unsicherheit in Hinblick auf das Ausmaß von QE3 hoch ist“, heißt es in der Goldman-Studie. „Wir gehen davon aus, dass es in den vergangenen paar Monaten eine Veränderung gegeben hat, wobei die Motivation, Gold zu halten, sich rasch verringert hat“.

Doch davon war am Dienstag nichts zu spüren: Die Feinunze verteuerte sich um bis zu 0,5 Prozent auf 1601,80 Dollar, grenzte im Verlauf des Vormittags aber ihre Gewinne auf 0,2 Prozent ein. Das gelbe Metall profitierte damit wieder von seiner Funktion als sicherer Anlagehafen. Wenig en vogue war unter den Edelmetallen Platin, das im Autobau verwendet wird. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 1577,49 Dollar und lag gegen Mittag mit 1592,74 Dollar noch 0,7 Prozent im Minus.

  • 26.02.2013, 20:38 Uhrhvh100

    Jetzt bin ich wieder beruhigt. Fühlte mich ein wenig unwohl, als Goldman Sachs Gold zum Kauf empfahl. Nach der 18-monatigen Korrektur wird Gold nun in die 3. Phase einer Hausse eintreten. Dort werden die grössten Gewinne gemacht. :-)

  • 26.02.2013, 20:16 Uhrdyndre53

    Doch! den gibt es: Art.20(4) GG.!

  • 26.02.2013, 19:19 UhrAusgerechnetGldmanSachs

    Goldman Sachs = Kontraindikator

    GS ist short in Gold, also kein Wunder, dass die versuchen, den Kurs zu drücken..

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