
Der Trend zum steigenden Goldpreis hat sich möglichweise schon gewendet, nachdem die US-Wirtschaft an Schwung gewonnen hat. Das haben die Analysten von Goldman Sachs in einer aktuellen Studie festgestellt.
„Der Wendepunkt im Goldzyklus ist wahrscheinlich schon da“, schrieben die Analysten, nachdem sie bereits in einer Studie vom 5. Dezember ein Ende der Rally beim Gold vorhergesagt hatten. „Der jüngste Zusammenbruch bei Gold-ETFs steht in scharfem Kontrast zu unserer Annahme, dass ETF-Positionen von einem längerfristigen Anlagehorizont und nicht von kurzfristigem Handeln bestimmt sind“.
Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen
Schmuck: 2.616
Barren und Münzen: 355
ETFs: 133
Industrie: 419
Zentralbanken: -479
Gesamt: 3.044
Schmuck: 2.719
Barren und Münzen: 396
ETFs: 208
Industrie: 438
Zentralbanken: -663
Gesamt: 3.098
Schmuck: 2.300
Barren und Münzen: 414
ETFs: 260
Industrie: 468
Zentralbanken: -365
Gesamt: 3.077
Schmuck: 2.423
Barren und Münzen: 435
ETFs: 253
Industrie: 476
Zentralbanken: -484
Gesamt: 3.104
Schmuck: 2.304
Barren und Münzen: 869
ETFs: 321
Industrie: 461
Zentralbanken: -235
Gesamt: 3.720
Schmuck: 1.814
Barren und Münzen: 780
ETFs: 623
Industrie: 410
Zentralbanken: -34
Gesamt: 3.593
Schmuck: 2.017
Barren und Münzen: 1.205
ETFs: 382
Industrie: 466
Zentralbanken: 77
Gesamt: 4.147
Schmuck: 1.972
Barren und Münzen: 1.515
ETFs: 185
Industrie: 453
Zentralbanken: 457
Gesamt: 4.582
Schmuck: 1.908
Barren und Münzen: 1.256
ETFs: 279
Industrie: 428
Zentralbanken: 535
Gesamt: 4.405
Die Schätzungen für das Edelmetall hat die US-Bank daher deutlich gesenkt. Auf Sicht von drei Monaten lautet das Ziel nun 1615 Dollar je Feinunze, nachdem es zuvor noch bei 1825 Dollar gelegen hatte. Auf Sicht von sechs und zwölf Monaten gehen die Analysten von 1600 Dollar bzw 1550 Dollar je Feinunze aus. Zuvor hatten sie 1805 Dollar bzw 1800 Dollar prognostiziert.
Die Gold-Futures waren am 21. Februar auf 1554,30 Dollar gefallen und hatten damit den niedrigsten Stand seit dem 29. Juni erreicht. Sie hatten damit auf das Protokoll der US- Notenbanksitzung im Januar reagiert, die eine Debatte über die Anleihekäufe durch die Fed gezeigt hatte. Am Dienstag und Mittwoch wird US-Notenbankpräsident Ben Bernanke vor Kongressabgeordneten die Geldpolitik rechtfertigen. Die Fed kauft in einer dritten Runde quantitativer Maßnahmen oder QE3 monatlich Anleihen im Umfang von 85 Milliarden Dollar.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
„Unsere Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Abwärtsrisiken ihrer Vorhersagen verringert haben, während die Unsicherheit in Hinblick auf das Ausmaß von QE3 hoch ist“, heißt es in der Goldman-Studie. „Wir gehen davon aus, dass es in den vergangenen paar Monaten eine Veränderung gegeben hat, wobei die Motivation, Gold zu halten, sich rasch verringert hat“.
Doch davon war am Dienstag nichts zu spüren: Die Feinunze verteuerte sich um bis zu 0,5 Prozent auf 1601,80 Dollar, grenzte im Verlauf des Vormittags aber ihre Gewinne auf 0,2 Prozent ein. Das gelbe Metall profitierte damit wieder von seiner Funktion als sicherer Anlagehafen. Wenig en vogue war unter den Edelmetallen Platin, das im Autobau verwendet wird. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 1577,49 Dollar und lag gegen Mittag mit 1592,74 Dollar noch 0,7 Prozent im Minus.

Jetzt bin ich wieder beruhigt. Fühlte mich ein wenig unwohl, als Goldman Sachs Gold zum Kauf empfahl. Nach der 18-monatigen Korrektur wird Gold nun in die 3. Phase einer Hausse eintreten. Dort werden die grössten Gewinne gemacht. :-)






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