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Rohöl: Warum der Ölpreis Achterbahn fährt

Solange unklar bleibt, wie schnell sich die Weltwirtschaft erholt, ist auch die Preisentwicklung des weltweit wichtigsten Rohstoffs schwer prognostizierbar. Für einigermaßen sicher halten Fachleute aber, dass der Preis langfristig steigen wird. Die Zahl der Markteilnehmer, die auf steigende Ölpreise wetten, hat ein Jahreshoch erreicht.

Der Preis für Rohöl war zuletzt sehr volatil. Quelle: dpa
Der Preis für Rohöl war zuletzt sehr volatil. Quelle: dpa

LONDON. Wenn Fachleute in diesen Tagen über den Ölpreis sprechen, fällt ein Wort besonders häufig: Unsicherheit. Diese ist so groß wie selten zuvor angesichts der weiterhin trüben Konjunkturaussichten. Und solange es unklar bleibt, wie schnell und wie nachhaltig sich die Weltwirtschaft erholt, ist auch die Preisentwicklung des wohl weltweit wichtigsten Rohstoffes schwer prognostizierbar.

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"Der Ölpreis bleibt volatil, denn die wirtschaftlichen Signale sind mit großer Unsicherheit behaftet und können schnell falsch interpretiert werden", schreiben etwa Experten des renommierten Centre for Global Energy Studies (CGES) in London. Fachleute der japanischen Bank Nomura sehen es ähnlich: "Es gibt im Moment keinen Konsens darüber, wie es mit der Volkswirtschaft weitergeht, daher sind auch alle Vorhersagen über die Ölpreisentwicklung unsicher und mit großer Vorsicht zu genießen."

Am Mittwoch vergangener Woche kostete ein Barrel Rohöl 82 Dollar und erreichte damit einen Jahreshöchststand. Anfang des Jahres lag der Preis noch bei 34 Dollar. Einige Marktbeobachter sprachen angesichts des Jahreshöchststands bereits von einer grundsätzlichen Wende und prognostizierten Ölpreise von 85 Dollar und mehr bis Ende 2009.

Der Preis werde sich auf einem deutlich höheren Niveau einpendeln, mutmaßten Teilnehmer der Branchenkonferenz "Oil & Money" Mitte vergangener Woche in London. Man müsse sich ab sofort wieder auf stark steigende Preise einstellen, wie sie der Ölmarkt zuletzt vor Ausbruch der Finanzkrise erlebt hat. Doch es ist möglicherweise noch zu früh für derlei Vorhersagen: Gestern fiel der Preis für die amerikanischen Referenzsorte WTI unter die psychologisch wichtige 80-Dollar-Marke. "Man kann noch nicht von einer Trendumkehr sprechen", schrieben Analysten der Commerzbank, "noch ist es nicht soweit." Das Auf und Ab des Preises erklären Fachleute derzeit vor allem mit einem Faktor, der alles überlagert: Gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt blähen sich selbst kleinere Einflussgrößen - etwa Hoffnungsschimmer an der Konjunkturfront - zu größeren Blasen aus. Hinzu kommt: Öl ist nicht nur eine wichtige Handelsware, sondern auch ein sehr beliebtestes Spekulationsobjekt. So ist die Zahl der Kontrakte von Marktteilnehmern, die angesichts des schwachen Dollar auf steigende Ölpreise wetten, in der vergangenen Woche um mehr als 200 00 gestiegen - auf 74 400. Das ist der höchste Stand seit Anfang des Jahres.

  • 19.11.2009, 22:48 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Jens Dreisoerner

    Warum ist es eigentlich so schwierig, den Ölpreis mal im Chart in Excel mit dem jeweiligen benzinpreis darzulegen?

    Stattdessen wird nur rumgeschwafelt, prüfen Sie das mal!
    MfG

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