
FrankfurtDer Star des Abends lässt ein paar Minuten auf sich warten. Die blonde Frau auf der Bühne macht das nervös. Also beginnt sie Anekdoten zu erzählen, wie sie den Guru heute Vormittag getroffen hat und wie sie mit ihm durch Frankfurt gefahren ist. Was man eben so macht, wenn Zeit überbrückt werden muss.
„In Rohstoffe investieren wie Jim Rogers“ heißt die Veranstaltung im Frankfurter Palais am Zoo, eingeladen hat die Royal Bank of Scotland (RBS). Und wer könnte besser erklären wie man in Rohstoffe investiert wie Jim Rogers wie der Meister persönlich. Rogers, ehemaliger Manager des „Quantum“ Hedge-Fonds, hatte zur Jahrtausendwende den Rohstoff-Boom richtig vorhergesagt. Seitdem gilt er als der Experte auf diesem Gebiet. Unabhängig ist er dabei allerdings nicht. Er selbst hat eine ganze Reihe Rohstoff-Indizes aufgelegt, in die Anleger zum Beispiel über RBS-Zertifikate investieren können. Seine eloquenten Vorträge und lockeren Fragerunden sind Teil einer riesigen Vermarktungsmaschinerie.
Fünf Minuten später ist die blonde Frau erlöst. Da ist er endlich: Rosa Hemd, schwarzer Nadelstreifenanzug und blau-bunte Fliege – Jim Rogers sieht aus, wie man ihn von Fotos kennt. Nur viel kleiner. Mit breitem Lächeln und ausgebreiteten Armen begrüßt er die 250 Anwesenden und legt los. „Germany“ sei eins seiner Lieblingsländer und die RBS eine seiner Lieblingsbanken. Ihm, dem Amerikaner, nimmt man so eine Anbiederung weniger übel. Er spricht frei und hat eine kleine Präsentation vorbereitet.
Rogers gibt gern den Bodenständigen, den Typen, der die Sachen lebt, die er sagt. Zu Beginn seines Vortrags zeigt er – wie immer – Privatfotos seiner beiden kleinen Töchter, erzählt, ebenfalls wie immer, dass die beiden Chinesisch lernen und spielt auch wie immer ein Video seiner Weltreise vor. Auf dieser Tour, so erzählt er, sei ihm die Bedeutung von Rohstoffen so richtig bewusst geworden. Er selbst sei vor Jahren schon nach Singapur ausgewandert, weil es in den USA nur noch bergab geht.
Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen
Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt!
Die Initiative handle-fair.de protestiert dagegen!





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