Rohstoffe

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Rohstoffe: China isst der Welt die Äpfel weg

Studien zeigen, dass der Rohstoffhunger der Chinesen sich verändert. Statt seltener Erden und Industriemetalle verlangt das Land nun nach Äpfeln. Ähnlich wie beim Mais lautet die Devise: selber essen statt exportieren.

Chinas Bedarf nach Apfelsaft lässt Händler neue Futures auflegen. Quelle: dpa
Chinas Bedarf nach Apfelsaft lässt Händler neue Futures auflegen.Quelle: dpa

China wächst stetig - und damit auch der Hunger nach Rohstoffen aller Art. Und jedes Mal, wenn die Chinesen ein neues Must-have entdecken, zuckt die westliche Welt zumindest kurz zusammen. Denn auf einmal wird das Land des Lächelns vom Ex- zum Importeur - und der Rest der Welt muss zusehen, woher er seltene Erden, Industriemetalle, Mais, Soja und sonstige Rohstoffe beziehen soll, wenn China seine Schätze lieber für sich behält, anstatt sie zu verkaufen.

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Binnen 46 Jahren - zwischen 1961 und 2007 - ist beispielsweise der Fleischkonsum der Chinesen um knapp 1400 Prozent gestiegen. Allein im Jahr 2010 aß jeder Chinese rund 54 Kilogramm Rind-, Schweine- oder Hammelfleisch, nur zwei Prozent der Chinesen ernährten sich vegetarisch. Und das ist auch wenig überraschend, steigt doch der Fleischkonsum eines Menschen in der Regel mit seinem Einkommen.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

  • Platz 1

    Hongkong

  • Platz 2

    USA

  • Platz 3

    Schweiz

  • Platz 4

    Singapur

  • Platz 5

    Schweden

  • Platz 6

    Kanada

  • Platz 7

    Taiwan

  • Platz 8

    Norwegen

  • Platz 9

    Deutschland

  • Platz 10

    Katar

  • Quelle

    IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

    Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Unabhängig vom sich derzeit abschwächenden Wirtschaftswachstum Chinas hat sich die ökonomische Situation des Landes in den letzten Jahren derart verbessert, dass auch der Bedarf der Chinesen nach Fleisch gestiegen ist. Aktuell stehen die Chinesen mit ihrem Pro-Kopf-Fleischkonsum weltweit auf Platz 40 - Tendenz steigend. Derzeit generiert die chinesische Lebensmittelindustrie in China rund 20 Prozent ihres Umsatzes durch Fleischprodukte, 2010 wurden in China insgesamt 79,25 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Das entspricht einer Steigerung von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so eine Marktanalyse der deutschen Auslandshandelskammer in Shanghai.

Diamant, Silber, Platin Welche Gold-Alternativen glänzen

Fast drei Jahre hat es gedauert, bis Anfang dieser Woche Gold und Platin kurzzeitig mal wieder die Rollen tauschten. Als sich Gold Anfang vergangener Woche zum Rekordhoch von 1 911 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) aufschwang, kostete eine Feinunze Platin „nur“ rund 1 900 Dollar. Das ist an den internationalen Edelmetallmärkten eine eher selten zu beobachtende Konstellation; zuletzt war Gold Mitte Dezember 2008 teurer als Platin. Die Erklärung für diese Entwicklung: Vor allem Gold profitierte von der wachsenden Verunsicherung der Anleger.

Bild: dpa

Dieser Hunger auf Fleisch beeinflusst allerdings auch andere Marktsegmente. So kaufte China im vergangenen Jahr 900.000 Tonnen Mais in den USA zu. Und das obwohl China noch in den 1990er Jahren als einer der größten Maisexporteure galt. Da Mais aber als Hauptfuttermittel für Schlachttiere verwendet wird, tut sich das Reich der Mitte schwer, mit der wachsenden Getreidenachfrage Schritt zu halten. 2010 hat China rund 160 Millionen Tonnen Mais verbraucht - die eigene Ernte deckt dabei nur die Binnennachfrage, für Bevorratung reicht sie nicht aus.

  • 03.10.2012, 22:40 UhrLarsLonte

    @Bavarian Fox:
    Nun ja, Monsanto und die USA sind SO viel besser auch nicht...

    @Hans: Liegt an derem rigiden Schulsystem...Kreativität wird durch reines auswendig lernen und pauken und büffeln erstickt...selbständig denken ist nicht gefragt!


    » weiterlesen »

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    China kauft Europa [19.09.2012]


    China bietet sich Griechenland, Portugal und Spanien als Retter aus deren Finanznöten an. Chinesen kaufen immer mehr marode Betriebe in Europa auf, eröffnen überall auf dem Kontinent Filialen, bewerben sich erfolgreich um öffentliche Aufträge und investieren in Industrieunternehmen, die die Europäer aufgegeben haben. So schafft das Reich der Mitte Arbeitsplätze im europäischen Raum und finanziert neue Projekte - aber um welchen Preis?
    In Ostfrankreich hat der Konzern Yto, Marktführer für Landwirtschaftsmaschinen in China, eine Traktorenfirma samt Know-how und Technologie zu einem lächerlichen Preis aufgekauft. China ist oft die einzige Rettung für Europas marode Spitzenindustrien. Seit der vor dem Aus stehende schwedische Autobauer durch das chinesische Unternehmen Geely gerettet wurde, erlebt Volvo einen neuen Aufschwung. Die 3.500 Angestellten der Autofirma Saab dagegen sind jetzt ohne Arbeit, weil sie gegen die Übernahme ihres Unternehmens durch eine chinesische Marke gestimmt haben. Auch in die strategisch wichtigen Bereiche der Energieversorgung, des Straßennetzes und der Häfen haben chinesische Firmen bereits massiv investiert.
    » weiterlesen »

    http://www.china-intern.de/page/wirtschaft-presse/1348006006.html

  • 03.10.2012, 07:33 Uhrnetshadow

    "Mit Solarenergie und dem Anbau von Lebensmitteln in den PIGS muss es doch möglich sein auch hier Geld zu verdienen."

    lol, tun sie ja auch.
    Aber Äpfel gibts nun gerade nicht soviele hier.
    Man muß einfach mal die EU fragen warum in Griechenland die Bauern ihre Zuckerrübenfelder vergammeln lassen müssen, und in Spanien ganze Landstriche ihre Zitronen und Orangen verfaulen lassen müssen, dafür aber Plastikzelte für Gurken und anderes Zeugs entstehen, auf denen Leiharbeiter aus Marokko ihr Dasein fristen.
    Und Deutschland den größten Anteil an Agrarsubventionen kassiert, um die Hühner in Käfigen zu verbieten, diese Käfige dann aber, abgesichert durch Hermes-Bürgschaften, in die Ukraine exportiert.
    Diese Reihe kann man fortsetzen, aber offensichtlich wird es dann wenn wirklich die Menschen mit der Weltsprache chinesisch, denn das sprechen die meisten Menschen auf der Erde, einen "Hype" auf bestimmte Dinge bekommen. Die Masse macht es dann auch hier.
    Ahja, am besten wenn denen das Erdöl ausgeht, dann kaufen diese Spanien leer, wo mit privaten Investoren gerade künstliches Öl hergestellt wird, und zwar ab nächstes Jahr soviel das ganz Spanien damit versorgt werden kann. Und zwar ohne dafür Flächen für Nahrungsmittel verschwenden zu müssen und 50000 neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.
    Aber Spanien unter den "Schirm" drängen wollen.
    Ironie der eigenen europäischen Dummheit, aber nunja, spekulieren wir weiter, so ein bischen Umwelt versauen ist ja nicht schwer.

  • 02.10.2012, 19:31 UhrHans

    +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++ Bitte achten Sie auf unsere Netiquette:
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