
HB NEW YORK. Wegen hoher Nachfrage könnten die Opec-Länder den Ölhahn früher als erwartet aufdrehen. Die voraussichtlich höhere Produktion in Staaten außerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) werde wohl nicht ausreichen, um die weiter steigende Nachfrage zu decken, hieß es in einer Reuters-Umfrage unter Analysten.
Nachdem es 2010 einen fast rekordhohen Anstieg der Nachfrage gegeben habe, werde es im nächsten Jahr zumindest eine weitere moderate Steigerung geben. Bereits in diesem Jahr hat der Ölpreis kräftig angezogen und lag am Mittwoch für ein Fass US-Öl WTI 0,5 Prozent höher bei 90,31 Dollar.
Ob es zu einem Engpass bei der Versorgung mit Öl kommen wird, ist unter Analysten allerdings umstritten. "Am Ölmarkt dürfte sich die Angebotslage zwar im Jahresverlauf etwas einengen, aber im historischen Vergleich bleiben die frei verfügbaren Kapazitäten der Opec hoch und rechtfertigen Preise deutlich über 90 Dollar je Barrel nicht", heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank.
Im Durchschnitt rechneten die Analysten wie bei der vorherigen Umfrage im September mit einem Produktionszuwachs von 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Ein Drittel davon entfalle auf die Nachfrage Chinas. In den Industrieländern werde die Nachfrage hingegen sinken.
Noch führt das Winterwetter in Europa und Nordamerika aber zu höherer Nachfrage. "Die Ölpreise werden durch die kalte Witterung abgesichert", sagt Gayle Berry von Barclays Capital. Die Nachfrage nach Heizöl in den USA wird dem US-Wetterdienst zufolge in dieser Woche voraussichtlich 4,6 Prozent über dem Schnitt liegen. Der Wetterdienst AccuWeather.com rechnet für den Nordosten der Vereinigten Staaten auch in der nächsten Woche mit unterdurchschnittlichen Temperaturen. Das Winterwetter schlug sich bereits in den US-Öllagerbeständen nieder, die dem Branchenverband API zufolge in der Vorwoche unerwartet kräftig gefallen waren.
Das hat Auswirkungen für Autofahrer: Zum Beginn der Weihnachtsferien in den meisten Bundesländern verharren die Benzinpreise an Deutschlands Tankstellen laut ADAC weiter auf Höchstständen. Super koste derzeit im deutschlandweiten Schnitt 1,464 Euro je Liter, teilte der ADAC am Mittwoch in München mit. Dies seien nur 0,4 Cent weniger als in der vergangenen Woche. Diesel wurde demnach auf Wochensicht 0,3 Cent günstiger und kostet 1,297 Euro.
Die Spritpreise steigen seit Wochen und sind auf Jahressicht auf Rekordniveau. Insgesamt geht der ADAC davon aus, dass 2010 - gemessen an den Krafstoffpreisen - das teuerste Jahr aller Zeiten für Autofahrer wird. Kraftstoff war im Jahresdurchschnitt noch nie so teuer.
Die aktuellen Tagespreise liegen nahe an den Rekordpreisen vom Sommer 2008. Damals kostete ein Fass Öl (159 Liter) fast 150 US-Dollar.
Die Uranvorräte sind endlich !
Die Verbrauchsanalysen und -prognosen reden eine deutliche Sprache !
@ Thomas
in einer freien Wirtschaft bestimmt nachfrage und Angebot den Preis !
Es ist absolut egal ob ein "banker" Dahintersteckt oder ein "Spekulant" von anderer Seite !
Energie wird nachgefragt natürlich im Winter,in den Ferien,an Weihnachten oder Ostern .
Nun aber haben wir es zusätzlich mit einer künstlichen Verknappung zu tun,(Tiefseebohrungen im Atlantik,das Schließen einiger Kohlekraftwerke und der Vertrödelte Neubau von Kernenergieanlagen lassen die Nachfrage nach Öl und Gas Explodieren .
Klar wird es Teuer !
Hatten die Grünen nicht einen Preis von 5 Mark je Liter benzin vorausgesagt ? Sie sollten sich mit dem Gedanken anfreunden 2,50€ für den Liter zu zahlen .
Alles richtig. Aber der aktuelle Preisanstieg hat was damit zu tun, das wieder reichlich Spekulanten am Werk sind. in den Ferien, im Winter immer wenn die Nachfrage steigt sind die Gierhälse unterwegs. Und wenn man richtig hinschaut, könnte man vielleicht wieder unsere banker dahinter entdecken.





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