
FrankfurtRohstoffe sorgen bei den Investoren für Furore. Da Experten erwarten, dass es in den kommenden Dekaden ein kräftiges Wachstum der Weltbevölkerung gibt, ist es zu einem massiven Kapitalfluss in die Anlageklasse Rohstoffe (Energie, Metalle, Agrar) und Urstoffe (Wasser, Erde, Luft) gekommen. Die handelnden Akteure in der Wirtschaft wissen, dass ein Leben auf der Erde ohne diese elementaren Basisstoffe nicht möglich ist. Die Nachfrage dürfte in den kommenden Jahren daher stark zunehmen.
Die Preise für Rohstoffe werden durch traditionelle ökonomische Einflüsse wie die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft und die demografische Entwicklung bestimmt. Darüber hinaus wirken auch weniger berechenbare Faktoren wie etwa das Klima und politische Einflüsse auf die Rohstoffpreise ein.
Die Weltbevölkerung wächst und wächst. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 mehr als zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben werden.
Rohstoffe wie Öl und Gold sind nicht endlos, dementsprechend teuer werden sie, wenn das Angebot sich verknappt.
beträgt aktuell Chinas Anteil an der Weltwirtschaft. Die rohstoffhungrige Volksrepublik ist auf dem besten Wege die größte Handelsnation der Welt zu werden.
der weltweiten Kupfer-, Zink- und Aluminiumproduktion verbrauchen die Chinesen.
als vor drei Jahren kosten nach Angaben des Food Price Index der UN unsere Nahrungsmittel weltweit im Durchschnitt.
konnten Anleger mit Aktien auf Goldminen seit 2002 einfahren.
Vor allem wegen der steigenden Nachfrage der boomenden Länder Asiens bildete sich im Zeitraum von 2000 bis 2008 ein Rohstoff-Superzyklus heraus. Solche Superzyklen erstrecken sich in der Regel über einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren und mehr. Der im Jahr 2000 einsetzende Superzyklus ist inzwischen mehrmals an seine Grenzen gestoßen. Die Ermüdung der Rohstoffhausse hatte ihre Ursachen zum einen in der Finanzkrise und zum anderen in der aktuellen Erwartung einer krisenbedingten Rezession. Denn nehmen die Regierungen der hochverschuldeten Staaten in Europa, in den USA und auch in Japan die angekündigte Entschuldung wirklich ernst, könnte es in diesen Regionen zu einer längeren rezessiven Entwicklung kommen.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
Nach den Erfahrungen der Vergangenheit wird dies die Rohstoffnachfrage dämpfen, was entsprechend negative Einflüsse auf die Preise haben wird. Vor allem deshalb lag der CRB-Rohstoff-Index in den vergangenen Wochen bei etwas über 300 Punkten - deutlich unter dem historischen Hoch von rund 475, das er im Juli 2008 erreicht hatte. Von November 2001 bis Juli 2008 war dieser bekannteste Rohstoffindex um rund 160 Prozent gestiegen, hatte sich danach in der Finanzkrise jedoch wieder mehr als halbiert.
Experten wie Australiens Rohstoff- und Energieminister Martin Ferguson sehen in der jüngsten Korrektur der Rohstoffpreise bereits die Vorboten für das anstehende Ende des Superzyklus. Ferguson hatte dieses Ende vor dem Hintergrund der drohenden globalen Rezession und einer Ankündigung des australischen Rohstoffriesen BHP Billiton ausgerufen. BHP plant, eine mehr als 20 Milliarden Dollar erfordernde Erweiterung des riesigen Olympic-Dam-Kupferprojekts in Südaustralien sowie weitere geplante Rieseninvestments in gleicher Größenordnung auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Es wird nur eins vergessen: Der Handel mit Rohstoffen, speziell Bahrungsmitteln ist an sich unmoralisch, weil er den armen Burundier verhungern läßt, seine Kinder auch.
Kann der spekulierende Luxemburger dabei ruhig schlafen?

ANLAGEKLASSE LUFT ?
Habe ich da was verpasst ?
Muss ich die ab morgen auch in Tetrapaks verpackt einkaufen ?

Es wird noch eins vergessen. Wie lange hält die Natur diesem Raubbau noch stand? Der Aufwand wird immer größer, während der Ertrag sinkt.






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