Rohstoffe

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Rückblick: „Rohstoff-Hedge-Fonds hatten ein brutales 2012”

Viele Rohstoff-Hedge-Fonds haben das Jahr 2012 mit einem blauen Auge überstanden. Andere hingegen überlebten die zwölf Monate nicht und mussten schließen. Rückblick auf ein schwieriges Jahr für die Branche.

Schwieriges Jahr 2012: Unter anderem die Marktsituation bei Weizen bereitete manchem Rohstoff-Hedgefonds arge Probleme. Quelle: dpa
Schwieriges Jahr 2012: Unter anderem die Marktsituation bei Weizen bereitete manchem Rohstoff-Hedgefonds arge Probleme. Quelle: dpa

Einige der größten Rohstoff-Hedge-Fonds mussten 2012 den Handel einstellen - darunter BlueGold Capital Management, der eine Milliarde Dollar schwere Energie-Fonds, der von Pierre Andurand mitgegründet wurde. Er hatte 2011 rund 34 Prozent eingebüßt. Auch Fortress Investment Group machte einen Rohstoff-Fonds dicht nachdem es in nur vier Monaten zu einem Verlust von fast 13 Prozent gekommen war.

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Zu den Überlebenden zählt Clive Capital. Doch auch der Rohstoff-Hedge-Fonds schrumpfte im vergangenen Jahr um rund 46 Prozent, nachdem er bereits das zweite Jahr in Folge Verluste machte und Investoren ihr Geld abzogen. Das erfuhr Bloomberg News aus informierten Kreisen.

„Rohstoff-Hedge-Fonds hatten ein brutales 2012”, sagte Marcus Storr, Chef für Hedge-Fonds bei Feri Trust in Bad Homburg. „Zunächst waren die zugrunde liegenden Rohstoffe schwach - mit Ausnahme einiger Agrarprodukte. Zudem gab es unruhige Märkte. Da waren sicher ein paar Ausreißer, aber die Mehrzahl der Rohstoff-Hedge-Fonds sank.”

Clive verwaltete zum Jahresende 1,95 Milliarden Dollar, nach 3,6 Milliarden Dollar Ende 2011, wie es aus den Kreisen hieß. Den Angaben zufolge verlor der Fonds im vergangenen Jahr 8,8 Prozent, nach einem Minus von elf Prozent im Jahr davor, abhängig von der Anteilsklasse. Einige Investoren hätten mit Blick auf die Entwicklung die Geduld verloren. Der Hedge-Fonds war im Jahr 2008 von Chris Levett, einem ehemaligen Händler von Moore Capital Management, an den Start gebracht worden.

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So wie andere Hedge-Fonds hatte auch Clive in den jüngsten beiden Jahren Probleme dabei, Geld zu verdienen. An den Märkten kam es zu Richtungsänderungen - etwa bei Öl und Weizen. Der Newedge Commodity Trading Index, der die Entwicklung von einigen der größten Hedge-Fonds mit Fokus auf Energie, Metalle und Agrarrohstoffe verfolgt, gab 6,3 Prozent in den 23 Monaten bis Ende November nach, so die zuletzt verfügbaren Daten.

  • 16.08.2013, 11:37 Uhrbernthhh

    Industrieunternehmen, die auf Rohstoffe angewiesen sind, müssen seit Jahren mit starken Preisschwankungen leben. Allein der Preis für Kupfer ist in den vergangenen Wochen von 7.300 auf 8.000 US-Dollar pro Tonne gestiegen, auch die Rohölpreise steigen beständig. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/risiko-it/risikomanagement/rohstoffpreise-hedging-wird-wichtiger/ ]
    Die mangelnde Absicherung gegen Rohstoffpreise liegt häufig auch darin begründet, dass die Abteilungen innerhalb eines Unternehmens nicht gut genug kommunizieren.
    VG

  • 23.01.2013, 11:37 UhrNumismatiker

    "Einige der größten Rohstoff-Hedge-Fonds mussten 2012 den Handel einstellen ..."

    Das nennt man einen funktionierenden Markt. Das ist überhaupt nichts Außergewöhnliches.

  • 23.01.2013, 10:49 Uhrsvebes

    Bei jedem Hedge-Fond der geschlossen werden muss und bei dem hoffentlich mindest einer dieser Händler aus dem Fenster springt kann ich mich eines Lächelns nicht erwehren.

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