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Run auf Rohstoffe: Goldpreis erreicht neuen Höchststand

Einige Wochen war es ruhig geworden um den Goldpreis - doch jetzt haben die Bullen am Edelmetallmarkt wieder das Sagen. In Dollar kostet Gold fast 1430 Dollar, so viel wie nie zuvor. Auch an den anderen Rohstoffmärkten geht es kräftig aufwärts.

Der Goldpreis nimmt Kurs auf 1500 Dollar. Quelle: dpa
Der Goldpreis nimmt Kurs auf 1500 Dollar. Quelle: dpa

HB LONDON. Der Goldpreis ist am Dienstag auf neue Rekordstände gestiegen. Sowohl in Dollar als auch in Euro gerechnet war Gold so teuer wie nie. In Dollar kletterte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) bis auf 1430,90 US-Dollar. Damit wurde der Vortagesrekord um gut drei Dollar übertroffen. In Euro gerechnet legte der Goldpreis in der Spitze bis auf 1072,03 Euro zu.

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Auch Silber bleibt bei Anlegern gefragt: Die Marke von 30 US- Dollar pro Unze überwand das auch in der Industrie gefragte Metall am Dienstag mühelos. Ungewöhnlich sei, dass sowohl das als sicherer Hafen gesuchte Gold als auch Aktien derzeit auf große Nachfrage stießen, hieß es im Handel.

"Der Höhenflug der Edelmetalle setzt sich ungebremst fort", heißt es in einer Studie der Commerzbank. Ausschlaggebend für den jüngsten Anstieg seien die Unsicherheiten mit Blick auf die Schuldenkrise in den Euro-Peripherieländern sowie die mögliche weitere Lockerung der US-Geldpolitik. Dies hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke am Wochenende angedeutet.

Zudem bleibe die Unsicherheit im Euro-Raum groß. Weder eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms noch die Idee einer Euroraum-Anleihe sei am Montag ernsthaft von den Finanzministern der Eurozone diskutiert worden.

Auch auf anderen Rohstoffmärkten geht es für die Preise kontinuierlich aufwärts. „Es gibt im Allgemeinen einen große Bereitschaft Rohstoffe zu kaufen“, sagte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank. „Es ist beinahe wie das Gefühl den Zug zu verpassen angesichts eines sehr rosigen Ausblicks für den Sektor.“

Am Markt für Industriemetalle sprang der Preis für eine Tonne Kupfer erstmals über 9 000 Dollar. Die Notierung kletterte auf bis zu 9044 Dollar. Händlern zufolge treibt unter anderem eine starke Nachfrage aus dem weltgrößten Verbraucherland China den Kupferpreis an.

Wegen anhaltender Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft dürfte das Aufwärtspotenzial für den Kupferpreis allerdings begrenzt sein. „Das größte kurzfristige Risiko bleibt eine Straffung in China“, sagte Analyst Yingxi Yu von Barclays Capital.

Das kalte Wetter in Europa und Nordamerika trieb den Ölpreis erstmals seit Anfang Oktober 2008 wieder über 90 Dollar je Barrel. Das Fass US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um bis zu 1,5 Prozent auf 90,76 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 92,86 Dollar bis zu 1,5 Prozent teurer gehandelt. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Rückgang der US-Öllagerbestände.

  • 07.12.2010, 16:41 UhrAnonymer Benutzer: Artur özkaplan

    Sogar der Vorsitzende der US-Notenbank FED, ben Shalom bernanke, hat dieser Tage vor dem Senat eingeräumt, dass die finanzielle Lage in den USA irreparabel geworden ist. „Die USA befinden sich in einer existentiellen Krise.“ Diese Offenheit könnte ihm schon bald, so sind sich politische Experten in Washington einig, Kopf und Kragen kosten. Aber würde er jetzt zurücktreten oder zurückgetreten werden, würde das an den internationalen Finanzmärkten möglicherweise zu einem „blutbad des Dollars“ führen. Präsident Obama ist in der Zwickmühle. Einerseits betont er ständig, das FED sei total unabhängig, auf der anderen Seite drängt er bei bernanke, so beobachter, fast täglich auf „Mässigung in den Aussagen“ und will gar hervorheben, „dass alles nicht so schlecht sei…“. Und seine Leute verpassen keine Gelegenheit, inoffiziell aber nicht minder hartnäckig, Kritiker auf die „noch desolatere Finanz-Situation“ der EU hinzuweisen. Auch kein Zeichen von Stärke, wenn ein Todkranker auf das nächste bett hinweist und sagt, „der ist aber noch mehr krank“.

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