
BerlinDie aktuellen Benzinpreise sämtlicher Tankstellen in Deutschland sollen schon bald für Autofahrer auf Smartphones in Echtzeit abrufbar sein. Berlins Verbraucherschutzminister Thomas Heilmann (CDU) zeigte sich am Montag optimistisch, dass die zeitnahe Veröffentlichung der Preise im Gesetzespaket zur Preispolitik der Ölkonzerne geregelt wird.
Die sogenannte Markttransparenzstelle der Bundesregierung soll ab 2013 die Benzinpreise der rund 14 700 Tankstellen in Deutschland sammeln, damit das Bundeskartellamt Wettbewerbsverstöße besser aufdecken kann. Wird die Angabe in Echtzeit angeordnet und werden die Preise gleichzeitig veröffentlicht, könnten entsprechende Smartphone-Apps die Suche nach der billigsten Tankstelle vereinfachen.
Zwar gibt es bisher schon Apps, die aktuelle Benzinpreise anzeigen. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland aber keine zentrale Datenbank für die Preise. Die Informationen auf den Apps stammen daher von den Nutzern selber oder werden freiwillig von Ölkonzernen oder Tankstellenbetreibern geliefert. Nicht immer sind sie aktuell oder flächendeckend vorhanden.
Heilmann und der Berliner FDP-Bundestagsabgeordnete Martin Lindner erklärten, die Regierungskoalition im Bundestag und die Mehrheit im Bundesrat stünden hinter dem Vorschlag. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Regelung beschlossen wird, ist sehr groß.“ In den nächsten Wochen wird das Gesetzespaket im Wirtschaftsausschuss behandelt, dann gibt es eine Expertenanhörung und im November die zweite Lesung im Bundestag. Danach muss noch der Bundesrat zustimmen.

Die App ist Unsinn,führt sie doch nicht zu Preissenkungen.Wir Verbraucher müssen aktiv werden.Pendlerportalte wwie www.wir-pendeln-zusammen.com bieten kostenlos die Möglichkeit Fahrgemeinschaften für Peendler zu bilden.Man spart Geld und ärgert die Ölkonzerne:-) Also: Mitmachen und weitersagen

Nur dumm, dass es in Deutschland keinen Wettbewerb auf dem Treibstoffmarkt gibt und deshalb fast alle Tankstellen die gleichen Preise haben. Die wenigen Ausnahmen weichen auch nur um 1 bis (ganz selten) 2 Cent vom Kartellpreis ab. Was soll da eine solche Preismeldung und -veröffentlichung für einen Sinn haben?
Was nötig ist, zeigt ein Blick nach Frankreich. Dort haben die Supermarktketten auf dem Treibstoffmarkt einen Marktanteil von über 40% und deshalb funktioniert dort auch der Wettbewerb. Preisunterschiede von 15-20 Cent pro Liter sind keine Seltenheit. Diesel kostet in Frankreich zur Zeit bei den Supermärkte und auch an manchen Tankstellen der Mineralölkonzerne 1,33 € bis 1,36 € pro Liter, bei teuren Anbietern jedoch genauso viel wie in Deutschland. Und das bei einer Steuerbelastung, die sich von der bei uns kaum unterscheidet.
Wir brauchen also keine Meldepflicht, sondern Wettbewerb. Und um daran zu erinnern, dass es bei uns keinen Wettbewerb gibt, dafür ist massgeblich das Bundeskartellschnarchamt verantwortlich, das diverse Übernahmen von Tankstellenketten und Raffinerien in der Vergangenheit anstandslos genehmigt hat.

Das ist alle Schmuh. Beim Preisvergleich geht es um ein paar Cent je Liter. Das Geschäft hat aber viel größere Dimensionen.
Da werden Spotmarktpreise als Richtpreise für den Benzinverkauf angenommen. In der Wirtschaft sind aber nicht nur die Spotmarktpreise relevant sondern auch Abnahmegarantien etc.. Große Chemiefirmen bezahlen z.B. mitnichten den Höchstpreis, sondern einen individuell vereinbarten niedrigeren Preis.
Der dumme Autofahrer kauft aber immer beim Höchstpreis oder leicht darüber und die Ölmultis lachen sich tot über den Tankstellentourismus.






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