Rohstoffe

_

„Ultimative Blase“: Gold kein sicherer Anlagehafen mehr

US-Großinvestor George Soros sieht ein Imageproblem für Gold als sichere Anlage. Bereits 2011 hatte Soros Gold als die „ultimative Blase“ bezeichnet. Im März haben Anleger neun Milliarden Dollar aus Gold abgezogen.

Laut George Soros hat der Ruf von Gold als sicherer Anlage in letzter Zeit stark gelitten. Quelle: dapd
Laut George Soros hat der Ruf von Gold als sicherer Anlage in letzter Zeit stark gelitten. Quelle: dapd

BangaloreDer US-Großinvestor George Soros sieht den Ruf von Gold als sicherer Anlagehafen beschädigt, rechnet aber dennoch nicht mit einem Preisverfall. „Die Zentralbanken werden weiterhin kaufen, deshalb gehe ich nicht davon aus, dass der Preis sinkt“, sagte Soros der „China Morning Post“. Der Nimbus von Gold als sichere Wertanlage sei aber in der Schuldenkrise „zerstört“ worden. Als der Euro im vergangenen Jahr an den Rand des Zusammenbruchs geraten sei, hätten sich viele Investoren aus Mangel an anderen lukrativen Verkaufsmöglichkeiten auch von Gold getrennt. Der Kurs habe sich daher nicht wie erhofft entwickelt. „Wegen der Enttäuschung darüber haben die meisten Leute ihre Bestände reduziert“, sagte Soros.

Anzeige

2011 hatte Soros Gold als die „ultimative Blase“ bezeichnet. Ende 2012 kam es offensichtlich auch bei ihm zu einer Vertrauenskrise bei dem Edelmetall. Er trennte sich massiv von Aktien an einem mit Gold gedecktem ETF, dem SPDR Gold Trust.

Der Preis für Spot-Gold ist in diesem Jahr bereits um fast sechs Prozent gesunken. Der S&P-500-Index hat im Gegensatz zu Gold seit Jahresbeginn um fast neun Prozent zugelegt. Die Goldrally zuvor hatte fast zwölf Jahre angehalten.

Historischer Vergleich Taugt Gold als Krisenwährung?

  • Historischer Vergleich: Taugt Gold als Krisenwährung?
  • Historischer Vergleich: Taugt Gold als Krisenwährung?
  • Historischer Vergleich: Taugt Gold als Krisenwährung?
  • Historischer Vergleich: Taugt Gold als Krisenwährung?

Der Exodus aus börsennotierten Indexprodukten (ETPs) auf Gold hat derweil auch im März angehalten. Im ersten Quartal summierten sich die Abflüsse auf 9,2 Milliarden Dollar, wie der US-Vermögensverwalter Blackrock mitteilte. Erst in der zweiten Märzhälfte investierten Anleger den Angaben zufolge wieder in das Edelmetall, als das umstrittene Rettungspaket für Zypern die Stimmung an den Märkten getrübt hatte. Zuflüsse erhielten dagegen die anderen Edelmetalle Silber, Platin und Palladium, die auch in der Industrie eingesetzt werden. Unter dem Strich wurden aus Rohstoff-ETPs im März aber 3,2 Milliarden Dollar abgezogen. Anleger schichteten stattdessen in Aktien-ETPs um. Am Montag notierte der Goldpreis 0,3 Prozent schwächer bei 1576 Dollar pro Feinunze. Der Silberpreis lag 0,2 Prozent im Minus bei 27,24 Dollar pro Unze.

  • 08.04.2013, 14:26 UhrCuibono

    "Als der Euro im vergangenen Jahr an den Rand des Zusammenbruchs geraten sei, hätten sich viele Investoren aus Mangel an anderen lukrativen Verkaufsmöglichkeiten auch von Gold getrennt."
    .... und haben mit dem Erlös was gemacht???
    Soros ist für mich ein Contraindikator.
    Niemand zahlt bei der Verfassung der Weltwirtschaft die bestehenden Schulden zurück - es bleibt nur die Inflation. Eine Deflation wird sich keine Volkswirtschaft und Regierung leisten können.

    Es bleibt bei Gold. Physisch versteht sich. (...)
    Und Goldbesitz taucht nirgendwo mehr auf.
    (...)
    Goldbesitz ist der bessere Immobilienbesitz.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • 08.04.2013, 14:39 UhrWiM

    @Cuibono
    Dem bleibt kaum etwas hinzuzufügen. Ausser, dass zwischen uns (Ihnen und mir) und Soros ein Unterschied besteht: Er ist Trader, wir sind Vermögenssicherer. Die Finanzhaie, die hier über Gold reden, brauchen mit jedem Deal x% Profit. Ich brauche Sicherheit.

  • 08.04.2013, 14:44 UhrHardie67

    Oh, der Menschenfreund Soros möchte wohl günstig bei Gold einsteigen...und das HB dient ihm dabei mal wieder als Sprachrohr.
    Da wollen wir mal gleich einen netten Gold-KO-Call suchen :-)))

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Die aktuellen Top-Themen
Deutscher Immobilienmarkt: Erste Kratzer in der Boombranche

Erste Kratzer in der Boombranche

Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt ist ausgezeichnet. Doch die Erwartungen sinken, zeigt der IW-Branchenindex. Vor allem Wohnobjekte sehen Investoren weniger optimistisch. Experten haben dafür zwei Erklärungen.

Coca-Cola, Nestlé, BASF: Mehr Rendite mit den besten Aktien der Welt

Mehr Rendite mit den besten Aktien der Welt

Der Ölpreis fällt, der Euro schwächelt. Da lohnt ein Blick auf kerngesunde Unternehmen, die wachsen und über Jahre hinweg solide Bilanzen ausweisen. Wie Anleger von den besten Aktien der Welt profitieren.

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen