Was Anleger begeistert, ist zum einen die geringere Volatilität und zum anderen der hohe Grad an Diversifikation, den Baum- und Holz-Investments gegenüber traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen aufweisen. Wald wird darüber hinaus gerade in jüngster Zeit auch als Investment zur Absicherung gegen die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Inflation genutzt.
"Wer in die Anlageklasse Wald investiert, sollte Grundlagen der Waldwirtschaft kennen", sagt Dieter Rentsch, Geschäftsführer von Aquila Capital. Vom Säen und Pflanzen über das Wachsen bis hin zur Ernte und zur Verarbeitung der Bäume zu Holz oder Zellstoff vergehen in der Regel weit mehr als zehn Jahre. Dies erfordert von Anlegern eine Menge Geduld. Diese Erfahrung haben auch Stiftungsfonds bekannter US-Universitäten wie Harvard und Yale gemacht, die nach einigen schmerzlichen Lerneffekten zu Beginn ihrer Wald-Investments jetzt seit Jahren erfolgreich sind.
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Unternehmen der Forstwirtschaft erzielen Erlöse, indem sie in jedem Jahr die größten Bäume fällen, das daraus gewonnene Holz verkaufen und entstehende Forstflächen zur Wiederaufforstung nutzen. Doch für diese boomende Branche gibt es seit geraumer Zeit eine neue Einnahmequelle durch die auf supranationaler Ebene von der Uno verabschiedeten Millennium-Ziele, die unter anderem auf eine Rettung der Ökosysteme hinauslaufen.
In der Wiederaufforstung tätige Firmen erhalten im Rahmen des Kyoto-Protokolls der Uno Emissionskredite - sogenannte Certified Emission Reductions (CER). Da Waldbestände letztlich zu einer Verringerung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes führen, erhalten Waldbesitzer solche Gutschriften, die dann in Form von CER-Zertifikaten an Klimabörsen wie der European Climate Exchange (ECX) oder der European Energy Exchange (EEX) veräußert und zu Geld gemacht werden können.
