29 Bewertungen ****
06.01.2009 
Experten rechnen mit steigenden Preisen

Anleger flüchten ins Gold

Die starke Kurserholung des Dollars hat den Goldpreis ausgebremst. Traditionell entwickeln sich Gold und die US-Währung entgegengesetzt. Allerdings kostet das Edelmetall mit rund 847 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) noch fast 100 Dollar mehr als Anfang Dezember. Einige Experten erwarten nun sogar, dass Gold seine alte Rekordmarke, die es im März 2008 mit gut 1 030 Dollar erreicht hatte, überbieten wird.

DÜSSELDORF. Gold hat bislang einmal mehr von seiner Rolle als sicherer Hafen profitiert. Mit der Zuspitzung der internationalen Finanzkrise hatte zwar auch das Edelmetall verloren. Doch anders als bei anderen Rohstoffen, die unter der konjunkturell bedingt schwächeren Nachfrage litten, beruhten die Verluste beim Gold vor allem auf Verkäufen von Investoren, die finanzielle Löcher in anderen Märkten stopfen mussten.

Gold hat sich daher Ende 2008 erneut verteuert. Und in diesem Jahr soll der Preis weiter nach oben gehen. Experten rechnen für 2009 mit einem durchschnittlichen Preis von 910 Dollar. Die befragten Analysten, Händler und Investoren gehen davon aus, dass Gold als alternative Anlage an Attraktivität gewinnt, weil das Vertrauen in die Papierwährungen schwindet.

So schraubte die US-Notenbank den Leitzins auf nahezu null herunter, und die Regierungen weltweit verschulden sich immer höher, um Rettungspakete etwa für Banken zu schnüren. Das Vertrauen in den Dollar könne massiven Schaden nehmen, warnt daher Philip Klapwijk, Chef beim Marktforscher GFMS. Er glaubt: "Gold wird 2009 einen neuen Rekord aufstellen."

Die Inflation in den USA könne 2010 auf zehn Prozent hochschnellen. "Anleger werden Papierwährungen meiden, weil die Notenbanken alles auf den Markt werfen, um die Wirtschaft wieder zu beleben", sagt Mario Innecco von MF Global in London. "Daher flüchten die Leute in Gold." Bereits 2008 zogen Investoren 29 Bill. Dollar aus Aktien ab. Davon profitierte der SPDR Gold Trust, der größte börsengehandelte Goldfonds. Die Bestände legten bis Ende Dezember auf 780,23 Tonnen zu, nach 627,88 Tonnen Anfang 2008.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Verwandte Beiträge

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

HANDELSBLATT CHARTS

Rohstoff-Charts (1 Monat)
Name akt. Kurs in %
Gold 929,50 −0,93
Silber 13,44 0,22
Öl (Brent) 65,72 −0,27
Aluminium 1.596,00 −0,93
Anzeige

Handelsblatt Input

Für den Inhalt ist der jeweilige Emittent verantwortlich.

05.07.2009

Société Générale: Marktgeschehen

Investment & Life online Ausgabe 26 / 2009

02.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Vor – zurück und wieder vor

01.07.2009

Société Générale: Marktgeschehen

Investment & Life Rohstoffe Ausgabe 26 / 2009

01.07.2009

Société Générale: Produktinfos

Jetzt bei Kursschwankungen des DAX® verdienen!

01.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - 1 Schritt vor, 1 Schritt zurück

30.06.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Triggermarken bei 4.689/53 bzw. 5.068 Punkten

29.06.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Entscheidende Bastion bei 4.708/653 Punkten

26.06.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Weder Fisch noch Fleisch …

25.06.2009

Société Générale: Produktinfos

Investieren im Korridor

25.06.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Schlüsselmarken (zunächst) verteidigt

24.06.2009

Société Générale: Produktinfos

Ölinvestment mit Rolloptimierung