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21.01.2008 
Währung

Börsencrash reißt den Euro mit

Der Absturz an den europäischen Aktienmärkten drückt auch den Wechselkurs des Euro. Zum ersten Mal seit Jahresbeginn fiel der Kurs unter 1,45 Dollar. Viele Händler, die vor kurzem noch auf ein Durchbrechen der Marke von 1,50 Dollar gesetzt haben, verkaufen jetzt den Euro.

HB FRANKFURT. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,4480 Dollar, nachdem sie am Morgen noch deutlich über 1,45 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4482 (Freitag: 1,4674) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6905 (0,6815) Euro.

"Die erneuten Kursverluste des Euro sind vor allem auf das Absacken der Aktienmärkte zurückzuführen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Am Montag war der Dax zeitweise um mehr als 7,5 Prozent eingebrochen. Händler sprachen von einer "Panikstimmung" und einem "massiven Ausverkauf" an den Aktienmärkten. Der Kurseinbruch habe den Euro über eine merklich angestiegene Risikoaversion belastet, sagte Fritsch.

"Viele Marktteilnehmer, die vor kurzem noch auf ein Durchbrechen der Marke von 1,50 Dollar beim Eurokurs gesetzt haben, schließen jetzt entsprechende Positionen und verkaufen Euro", ergänzte der Währungsexperte. Dies habe die Gemeinschaftswährung zusätzlich belastet. Ferner deuteten jüngste Äußerungen aus den Reihen des EZB -Rats darauf hin, dass die europäische Notenbank zusehends ihre Zinserhöhungsneigung ablege. "Kurzfristig sehe ich daher weiteres Abwärtspotenzial für den Euro, wenngleich sich in der mittleren Frist die Abschwächung des Dollar aufgrund der Wachstumsschwäche der USA fortsetzen sollte", sagte Fritsch.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74325 (0,74810) britische Pfund, 153,85 (157,70) japanische Yen und auf unverändert 1,5991 (1,6144) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 871,25 (882,00) Dollar gefixt.

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