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03.03.2008 

Gesucht werden vor allem Gold und Basismetalle. Von den Explorationsausgaben entfielen rund 40 Prozent auf Gold und 36 Prozent auf Basismetalle. Besonders die Suche nach Nickel, Kupfer und Zink verzeichnet extreme Investitionszuwächse; dies spiegelt die steigenden Preise für diese Rohstoffe wider. Allein zwei Mrd. Dollar wurden 2007 in die Kupfersuche gesteckt.

Zwar stellt Jason Goulden von MEG fest: „Die Exploration legte in allen Regionen zu.“ Eine besondere Rolle aber spielt Kanada: Dort wurden allein 20 Prozent der Investitionen getätigt. Untersucht man die Rolle der Unternehmen, ist das Gewicht noch größer. Fast die Hälfte aller weltweiten Investitionen kamen von Unternehmen, die ihren Sitz in Kanada haben, mit einem Schwerpunkt in der Provinz Ontario. „Wir sind eine globale Führungsmacht bei den Ressourcen, Toronto ist das Zentrum des weltweiten Bergbausektors“, sagt Ontarios Ministerin für ökonomische Entwicklung, Sandra Pupatello, dem Handelsblatt.

Das Gewicht Ontarios und Torontos wird auch durch einen Blick auf die Börse in Toronto bestätigt. Die TSX-Gruppe mit der Toronto Stock Exchange und der TSX Venture Exchange für jüngere Unternehmen sieht sich als die Energie- und rohstoffhaltigste Börse der Welt. 57 Prozent aller börsennotierten Bergbauunternehmen und etwa die Hälfte aller Energiegesellschaften sind dort gelistet. Ende 2007 gehörten von den 3 738 gelisteten Unternehmen 1 373 zum Bergbausektor. Einen „dramatischen Anstieg“ sehen die Börsen weltweit bei der Aktienfinanzierung. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 50,3 Mrd. Dollar an den Börsen finanziert, davon allein 35 Prozent – rund 17,5 Mrd. Dollar – in Toronto. Die an der TSX notierten Bergbaufirmen kommen zusammen auf eine Marktkapitalisierung von 337 Mrd. US-Dollar und an der TSX Venture auf 34 Mrd. Dollar. Bergbau und Energie seien „Schlüsselelemente dessen, was wir sind“, meint TSX-Sprecher Steve Kee.

Für die kleinen Unternehmen ist die Börse lebensnotwendig. Sie müssen darauf setzen, dass Investoren an ihren Erfolg glauben. „Die Explorationsunternehmen liefern zunächst einmal nur Informationen“, sagt Rod Thomas von Manicouagan Minerals. „Es ist ein sehr riskantes Geschäft.“ Aber offenbar ein lohnendes. „Man kann ja auch auf die Pferderennbahn gehen und sein Geld einsetzen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass man gewinnt, ist dort schlechter als bei den Junior-Unternehmen im Explorationsgeschäft“, sagt Thomas.


Immer größer

Junior-Unternehmen

Weltweit existieren mehrere Tausend der kleinen Explorations-Unternehmen, die neue Lagerstätten für Gold, Silber, Kupfer, Zink, Platin, Uran und andere Metalle und Mineralien suchen . Im Erfolgsfall werden die Kleinen dann oft von den Großen geschluckt oder sie verkaufen ihre Schürfrechte an die Konzerne.

Bergbau-Giganten

Die großen Konzerne wachsen aber nicht nur durch die Übernahme kleiner Unternehmen. Jüngste Beispiele sind das Gebot der australischen BHP Billiton von rund 100 Mrd. Euro für das angloaustralische Unternehmen Rio Tinto. Derweil bekundet der brasilianische Bergbaukonzern Vale do Rio Doce Interesse am spanischen Unternehmen Asturiana de Zinc.

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