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22.11.2007 
Rohstoffe

Chavez will 100 Dollar für Öl herbeireden

Hugo Chavez hat einen Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel als fair bezeichnet. Momentan sehe auch alles nach einer solchen Entwicklung aus, sagte Chavez jetzt vor Demonstranten in Caracas. Doch der Markt erhörte Venezuelas Präsidenten nicht – nocht nicht.

 Venezuelas Präsident Hugo Chavez gibt eine kämpferische Rede in Caracas. Foto: apLupe

Venezuelas Präsident Hugo Chavez gibt eine kämpferische Rede in Caracas. Foto: ap

HB NEW YORK/CARACAS. Der Preis für US-Öl hat am Mittwoch an der Nymex trotz überraschend gesunkener Rohöl-Lagerbestände die 100-Dollar-Marke für ein Barrel (etwa 159 Liter) verfehlt. Bis Handelsschluss fiel die Notierung für den Richtung weisenden Januar-Kontrakt um 0,74 Dollar oder 0,8 Prozent auf 97,29 Dollar. Im Tageshoch war der Future mit 99,29 Dollar notiert worden. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent mussten zuletzt 94,84 Dollar gezahlt werden

Uneinheitliche Signale von den Lagerbestandsdaten sorgten vor dem Thanksgiving-Feiertag für nachgebende Kurse an der Nymex. „Ich denke, es gab nicht genug Geschäft und nicht genug Handelsvolumen, um uns Richtung 100 Dollar zu schieben“, sagte Analyst Brad Samples von Summit Energy. Der Markt gönne sich deshalb eine Atempause.

Während in der vergangenen Woche der Lagerbestand bei Rohöl überraschend um 1,1 Mio Barrel gesunken war, war der Bestand in Cushing (US-Staat Oklahoma), dem Übergabepunkt für an der Nymex gehandeltes Öl gestiegen. „Es scheint, dass der Anstieg in Cushing den Rückgang der Gesamtmenge mehr als ausgeglichen hat“, sagte Jim Ritterbusch von Ritterbusch and Associates.

Das Opec-Mitglied Venezuela hat sich wiederholt für höhere Ölpreise für den Energierohstoff ausgesprochen. Chavez, der die 100-Dollar-Marke beim Öl schon im Sommer als „unausweichlich“ bezeichnet hatte, nutzt die Einnahmen aus der Öl-Industrie unter anderem für seine Sozialprogramme, die ihm in der Bevölkerung große Popularität verschaffen.

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