Nun solle die Wirtschafts- und Währungspolitik der GCC-Staaten besser abgestimmt werden, sagte Katars Notenbankchef Scheich Abullah bin Saud al-Thani nach dem Treffen in Doha: „Denn der Druck auf unsere Volkswirtschaften, Zinssätze und Wechselkurse hält weiter an. Deshalb muss unsere Politik gemeinsam besser koordiniert werden.“ Ob dies am Ende den Dollar noch weiter absacken lässt, weil Golf-Öl dann in einer GCC-Gemeinschaftswährung gehandelt werden könnte, sei aber noch unklar. Im Moment werde auch noch nicht über eine Aufhebung der Dollar-Bindung des Emirate-Dirhams diskutiert, sagte VAE-Zentralbankchef Sultan Nasser al-Suweidi. Nur Kuwait hat seinen Dinar bereits statt allein an den Dollar an einen Währungskorb gekoppelt. Oman dagegen, die kleinste Volkswirtschaft der GCC, setzt weiter auf die Dollar-Kopplung als Stabilitätsanker.
Andererseits spielten vor allem die Golfstaaten mit ihrer gewaltigen Liquidität eine wichtige Rolle zur Eindämmung der weltweiten Finanzkrise, heißt es in der gerade veröffentlichten Studie der Gulf Venture Capital Association. Auf die Staatsfonds der Region – von denen Abu Dhabis Adia mit einem Vermögen von mindestens 650 Mrd. Dollar der weltweit größte ist – seien voriges Jahr mit 183 Übernahme- und Aquisitions-Deals im Umfang von 83 Mrd. Dollar 38 Prozent aller Käufe der Staatsfonds aus aller Welt entfallen.
