Auch in den Medien werde das Preisniveau fast auschließlich als dauerhaft charakterisiert, wobei sich die Journalisten auf Analysten verließen, die noch vor wenigen Wochen komplett andere Markteinschätzungen von sich gegeben hätten.
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„Lange kann sich der Markt nicht von den Fundamentaldaten abkoppeln“, sagte auch der deutsche Händler. Auch seiner Einschätzung nach gibt es aktuell keine Ölknappheit, vielmehr sei zusätzliches Angebot zum aktuellen Preis gar nicht abzusetzen. „Einige OPEC-Länder würden bei diesen Preisen gerne mehr absetzen und ihre vereinbarte Förderung überreizen, aber die finden tatsächlich keine Käufer“, sagte er.
Trotzdem könne die OPEC die Blase zum Platzen bringen. Wenn der Druck der USA auf die OPEC zunehme, werde sich das Ölkartell zum Handeln veranlasst sehen. „Da reicht schon die bloße Ankündigung der OPEC, die Förderung auszuweiten, um die Panik am Markt auszulösen“, sagte er. „Dann folgt Margin Call auf Margin Call und wir sehen die 100 US-Dollar rasch wieder von unten“, prophezeite der Marktteilnehmer.
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