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18.03.2008 
Edelmetall

Gold erneut auf Rekordhoch

von Wolfgang Drechsler

Der Goldpreis ist scheinbar nicht zu bremsen. Die Dollarschwäche lässt den Preis des Edelmetalls, das seit jeher als eine Art internationale Ersatzwährung fungiert, steigen. Keine andere Anlage hat von der Suche der Anleger nach Sicherheit mehr profitiert als Gold. Was Anleger bei Engagements im Goldsektor beachten müssen.

KAPSTADT. Nachdem das Edelmetall Ende vergangener Woche erstmals die magische Schwelle von 1 000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) übersprungen hatte, ist sein Preis gestern kurz auf das Allzeithoch von über 1 030 Dollar katapultiert worden; dann gaben die Notierungen wieder nach.

Der Preisanstieg bei Gold steht ganz unter dem Einfluss der Finanz- und Devisenmärkte, die wegen der Verschärfung der Finanzkrise unter massiven Druck geraten sind. Sinkt der US-Dollar, steigt traditionell der Preis von Gold, das seit jeher als eine Art internationale Ersatzwährung fungiert. Investoren betrachten das Edelmetall als sicheren Hafen.

Auf der Nachfrageseite stehen institutionelle Anleger, aber auch Staatsfonds oder die Ölförderländer im Nahen Osten. Sichtbar ist die Suche nach Sicherheit an der hohen Nachfrage nach notierten Goldfonds, Exchange Traded Funds (ETF), die auch privaten Anlegern den Marktzugang erleichtern. Um ETFs zu unterlegen, kaufen Banken als Emittenten zum Beispiel Goldbarren und deponieren diese in einem Safe. Damit garantiert die Bank, dass Anleger ihre Fondsanteile jederzeit gegen physisches Edelmetall eintauschen können.

Von dem rasanten Anstieg des Goldpreises profitierten zuletzt vor allem auch die südafrikanischen Goldaktien: Nach einer langen Durststrecke in den vergangenen zwei Jahren ist der Goldindex der Johannesburger Börse (JSE) seit Jahresbeginn - gegen den Abwärtstrend an den Weltbörsen - um mehr als 20 Prozent gestiegen. Die Erfahrung lehrt, dass Goldminentitel in einer Hausse noch stärker als das Edelmetall steigen. Der Hebel reicht oft von 20 bis zu 50 Prozent; er fällt gerade bei den Unternehmen am stärksten aus, die mit den höchsten Kosten operieren und kein Gold im Voraus verkaufen (Hedging). Allerdings wirkt der Hebel bei einem Rückschlag auch in die umgekehrte Richtung.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Das Gold-Investment.

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