Das Projekt genießt die Unterstützung der meisten Geschäftsleute. Die örtliche Handelskammer freut sich schon auf 400 neue Jobs und eine zusätzliche Lohnsumme von 22 Millionen Dollar durch die Goldmine.
Auf die Job-Karte setzt auch Emgold. „So rosig, wie einige Leute die Lage hier in Grass Valley darstellen, ist es auch wieder nicht“, sagt Betriebschef Watkinson. Schließlich seien viele Rentner der geburtenstarken Jahrgänge hierher gezogen und hätten die Immobilienpreise in die Höhe getrieben. Bürgermeister Johnson räumt ein, dass die Stadt Schwierigkeiten hat, Jobs für jüngere Arbeiter anzubieten. Er sagt: „Wenn sie sich nach einem gut bezahlten Job umsehen, ziehen sie hier weg.“ Gleichwohl hat sich der Bürgermeister noch nicht dazu durchgerungen, ob er einen neuen Goldrausch nun gut oder schlecht finden soll.
Eine Frage der Alternativen
Große Mode: Gold ist unter Anlegern seit gut fünf Jahren wieder sehr begehrt. Der Beginn des jüngsten Goldrauschs an den Märkten fällt mit dem Aktiencrash zu Beginn des Jahrzehnts zusammen. Zuvor war das Edelmetall 20 Jahre lang zumindest als Investment ein Ladenhüter mit einer lausigen Wertentwicklung.
Kleiner Markt: Seit dem Platzen der Aktienblase vor gut fünf Jahren empfehlen Befürworter Gold als sicheren Hafen für Anleger, als Inflationsschutz und sagen zudem noch eine grandiose Wertentwicklung voraus. Die Goldpreisentwicklung (s. Grafik) mahnt aber zur Vorsicht. Viele Anlagealternativen waren da wertbeständiger. Zudem ist der Markt sehr eng: 2006 kauften Anleger weltweit für insgesamt 13 Milliarden Dollar Gold.
