Auch kurzfristig entspannt sich die Lage kaum. So lehnte jetzt das Herrscherhaus von Saudi-Arabien eine weitere Steigerung der Ölförderung des Königreichs ab. Ölminister Ali al-Nuaimi und Außenminister Prinz Saud al-Faisal sagten am Freitagabend nach einem Treffen von König Abdullah mit US-Präsident George W. Bush, eine Steigerung sei derzeit nicht nötig, da man bereits zum 10. Mai die Produktion um 300 000 Barrel pro Tag erhöht habe. Damit habe man auf die wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt reagiert. Bush war mit dem Ziel nach Saudi-Arabien gereist, den größten erdölproduzierenden Staat der Opec zu einer Produktionssteigerung zu bewegen, um den Auftrieb des Rohölpreises zu stoppen.
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Die USA trägt selbst wiederum ebenfalls dazu bei, dass das Angebot nicht weiter steigt – aus ökologischen Gründen allerdings. Die US-Regierung will entgegen früheren Planungen nun doch auf die Öl- und Gasförderung in einem ökologisch sensiblen Feuchtgebiet in Alaska verzichten. Das US-Innenministerium teilte mit, die zuständige Behörde habe für das Gebiet nördlich und östlich des Teshekpuk-See ein Verpachtungs-Moratorium vorgeschlagen. Das Gebiet mit einer Größe von etwa 1 750 Quadratkilometern gilt als reich an Öl- und Gasvorkommen, zugleich aber als gefährdeter Lebensraum für Zugvögel und Rentiere.
Noch vor zwei Jahren hatte sich die US-Bundesregierung entschlossen gezeigt, Gelände an Ölbohrfirmen zu verpachten. Eine Klage von Umweltschützern und Einheimischen erzwang jedoch Ende 2006 eine Überprüfung der Pläne. Die zuständige Behörde erklärte, die jetzt gefällte Entscheidung berücksichtige auch praktische Erwägungen. So sei die Region mehr als 100 Kilometer von Einrichtungen der Ölindustrie entfernt und eine Erschließung des Gebiets in der näheren Zukunft nicht zu erwarten. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung.
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