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20.10.2007 
Rekordpreise

Ölländer geben keine Entwarnung

Keine Beruhigung für die Verbraucher: Das Opec-Land Algerien sieht ebenso wie der Iran die Ölpreise weiter steigen.

HB ALGIER/TEHERAN. Bei der Rekordjagd gibt es nach Einschätzung des algerischen Energieministers Chakib Khelil vorerst noch keine Atempause. Bei einem strengen Winter könnten die Preise vielmehr noch weiter steigen. Erst im zweiten Jahresviertel 2008 könne mit einer Entspannung gerechnet werden. Der Ölpreis hatte am Freitag die Rekordmarke von 90 Dollar je Barrel durchbrochen.

Grund für die explodierenden Preise sei weniger die Versorgungslage als der Mangel an Raffineriekapazitäten, sagte Khelil weiter. Auch weltpolitische Spannungen wie zwischen der Türkei und den Kurden im Nordirak trügen zu der Preisentwicklung bei. Auf den Rohstoffmärkten sei dagegen die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) nicht genügend beachtet worden, die Fördermenge um 500 000 Barrel pro Tag anzuheben.

Auch aus dem Iran kamen Signale, die auf keine Entspannung hindeuteten. Öl sei immer noch billig, sagte der amtierende Ölminister des Landes, Gholamhossein Nosari, einem Bericht einer staatlichen Zeitung zufolge. Wenn die Inflation und der schwache Dollar berücksichtigt würden, liege der „wahre Wert“ des Öls bei nur fast der Hälfte der 90 Dollar, für die das Fass in der vergangenen Woche gehandelt wurde.

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