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06.05.2008 
Rohstoffe

Ölpreis: Analysten sprechen von 200 Dollar

Ein Ende der Preisrally bei Öl ist nicht in Sicht. Am Dienstag hat Öl der US-Sorte WTI einen neuen Höchststand erklommen. Auch das schwarze Gold der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) wird immer teurer. Der Preis kletterte so rasant wie seit Jahren nicht mehr.

Der steigende Ölpreis hat auch das Tanken für die deutschen Autofahrer zuletzt stark verteuert.Lupe

Der steigende Ölpreis hat auch das Tanken für die deutschen Autofahrer zuletzt stark verteuert.

HB NEW YORK. Der Ölpreis bricht alle Rekorde: Ein schwacher Dollar und mögliche Probleme in Förderländern haben die Notierung für US-Öl am Dienstag auf den Höchststand von 122 Dollar je Barrel (159 Liter) getrieben. Damit ist der Preis für ein Barrel innerhalb von 6 Jahren um mehr als 100 Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Mitte März 2002 kostete ein Barrel beispielsweise zwischen 19 und 21 Dollar.


» 10 Gründe: Warum der Ölpreis zu hoch ist


Die angesehene Investmentbank Goldman Sachs hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar innerhalb von zwei Jahren für möglich. Die gegenwärtige Energiekrise werde sich womöglich zuspitzen, weil nicht genug Öl gefördert werde, heißt es in einer Goldman-Sachs-Studie. „Die Möglichkeit von 150 bis 200 Dollar pro Barrel erscheint zunehmend wahrscheinlich.“

Goldman Sachs sagte bereits vor mehr als zwei Jahren dreistellige Ölpreise voraus und war damit den meisten Branchenexperten voraus. Der aktuellen Studie zufolge hat sich grundsätzlich nichts an den Ursachen der Preisexplosion geändert - etwa der Mangel an freien Opec-Förderkapazitäten, die hohe Nachfrage aus wirtschaftlich erfolgreichen Schwellenländern sowie die Beschränkungen ausländischer Investitionen in vielen Förderländern.

Bereits am Montagabend war US-Leichtöl über die Marke von 120 Dollar geschossen. Ein Ende der Rallye ist vorerst nicht in Sicht. Als Gründe für den neuerlichen Preisaufschlag nannten Rohstoffhändler und Experten den schwachen Dollar sowie Meldungen aus Nigeria und Irak über mögliche Störungen in der Ölförderung. Zudem treibe der Energiehunger Chinas den Preis. Auch das für die Versorgung in Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich weiter. Am zentralen Handelsplatz in London stieg der Preis für ein Fass zwischenzeitlich um 52 Cent auf den Rekordwert von 118,53 Dollar.


» Bilderstrecke: Die Top-Ten der größten Ölfelder


Lesen Sie weiter auf Seite 2: Opec sattelt kräftig drauf

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