0 Bewertungen
06.05.2008 

„Die geopolitischen Faktoren haben den aus dem schwachen Dollar resultierenden Preisauftrieb zuletzt noch deutlich verstärkt“, sagte die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Barbara Meyer-Bukow, der Nachrichtenagentur AP in Hamburg. Eine Prognose über die weitere Preisentwicklung wagte sie nicht. Es sei viel Unsicherheit und Spekulation im Markt, betonte auch der Chefredakteur des Energie-Informationsdienst, Rainer Wiek: „Die Musik nach oben kommt derzeit in hohem Maße von Spekulationen, garniert mit geopolitischen Faktoren.“ Öl werde sicher teuer bleiben. Schließlich sei der Energiehunger der Welt ungebrochen.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) legte kräftig zu. Zum Wochenbeginn verteuerte sich der Schmierstoff um fast fünf Dollar in die Höhe geschnellt. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten der Organisation am Montag 111,60 Dollar, im Vergleich zu 106,99 Dollar am vergangenen Freitag. Es war der höchste Anstieg für Opec-Öl an einem Tag seit vielen Jahren.

Die Rekordjagd des Ölpreises bekommen in Deutschland vor allem die Autofahrer zu spüren. Für einen Liter Superbenzin wurden nach Angaben aus der Mineralölbranche vom Dienstag im Schnitt etwa 1,44 Euro fällig. Diesel kostete 1,37 Euro je Liter. Als Grund nannte die Branche die aus dem teuren Öl resultierenden hohen Beschaffungskosten am zentralen Markt für Diesel und Benzin in Rotterdam. Dort kostete die Tonne Superbenzin laut MWV am Dienstag 998 Dollar. Für eine Tonne Diesel mussten sogar 1,133 Dollar bezahlt werden.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Rohstoffe + Devisen Rubriken

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Ein Gespenst lernt lächeln  Artikel in Merkliste

03.09.2008 von Frank Wiebe

Staatsfonds einigen sich auf Grundsätze - das ist gut für alle Beteiligten. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Der richtige Populismus  Artikel in Merkliste

26.08.2008

Die Bürger halten die Taschen zu, weil die Preissteigerungen sie nerven. Die Europäische Zentralbank nimmt diese Sorgen ernst - zu Recht. Kommentar