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07.11.2008 
Rohstoffe

Ölpreis fällt unter 60 Dollar

Die Ölpreise haben den zweiten Tag in Folge kräftig nachgegeben. Die Preise für US-Rohöl wie auch für die Nordseesorte Brent sanken zeitweise um über fünf Dollar.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Die Ölpreise haben den zweiten Tag in Folge kräftig nachgegeben. Sowohl US-Rohöl als auch die Nordseesorte Brent sanken zeitweise um über fünf Dollar. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember fiel auf 60,46 Dollar. Das waren 4,84 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass Brent sank auf 56,36 Dollar. Damit sind die Ölpreis in nur zwei Tagen um rund zehn Dollar eingebrochen.

Experten deuteten die Preisabschläge als Beleg für die weltweit ungünstige Konjunkturlage. So erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das kommende Jahr eine globale Rezession. Dies dürfte die Ölnachfrage deutlich belasten, hieß es unter Marktbeobachtern. Auch die kräftigen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB), vor allem aber der britischen Notenbank verdeutlichten die trübe Wirtschaftslage. Die EZB hatte den Leitzins am Donnerstag abermals um 0,5 Punkte gesenkt, während die Bank of England mit einer Reduzierung um 1,50 Punkte den größten Zinsschritt seit rund 25 Jahren durchführte.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gestiegen. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe am Mittwoch 58,94 Dollar gekostet, teilte das Opec-Sekretariat am Donnerstag in Wien mit. Das waren 1,17 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der 13 Mitgliedsländer.

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