11 Bewertungen ****
17.07.2008 
Stärkster Einbruch seit 2003

Ölpreis schließt unter 130 Dollar

Die Preise für Rohöl sind weiter auf Talfahrt. Am dritten Tag in Folge hat der Preis für US-Rohöl am Donnerstag deutlich nachgegeben und verzeichnete damit innerhalb von drei Tagen einen Rückgang um knapp 11 Prozent. Das ist der stärkste Einbruch seit 2003. Laut einer Studie der Commerzbank dürfte sich der Trend fortsetzen.

Das Verteilerkreuz einer Ölleitung der Firma Wintershall auf dem Ölfeld As Sarah in Libyen. Der Ölpreis hat sich nach immer neuen Rekordständen in den vergangenen Tagen deutlich erholt. Foto: dpaLupe

Das Verteilerkreuz einer Ölleitung der Firma Wintershall auf dem Ölfeld As Sarah in Libyen. Der Ölpreis hat sich nach immer neuen Rekordständen in den vergangenen Tagen deutlich erholt. Foto: dpa

NEW YORK. An der New Yorker Rohstoffbörse (Nymex) ermäßigte sich der Settlementpreis auf den marktführenden Augustkontrakt für ein Barrel der Sorte Light, Sweet Crude gegenüber dem Vortag um 3,9% oder 5,31 Dollar auf 129,29 Dollar. Das Tagestief lag bei 129,00 Dollar und das -hoch bei 136,75 Dollar.

Händler nannten unter anderem Leergeschäfte vor dem näher rückenden Verfall des Augustkontrakts als Grund für den erneuten Preisrückgang, weil Marktteilnehmer ihre Preisprognosen überprüften. Auch die Furcht vor eine weiteren Abschwächung der US- Konjunktur und einem erwarteten Nachfragerückgang laste auf dem Ölpreis. Die Abwärtsspirale habe eine gewisse Eigendynamik erhalten, so wie dies zuvor in entgegengesetzter Richtung zu beobachten gewesen war, hieß es.

Die sich anbahnende Entspannung zwischen den USA und dem Iran im Atomstreit habe ebenfalls Druck vom Markt genommen, sagten Händler. Sollte sich das politische Tauwetter zwischen beiden Staaten am Freitag fortsetzen, sei mit weiter rückläufigen Rohölpreisen zu rechnen, sagte Ray Carbone, Händler an der Nymex. Vertreter beider Nationen treffen am Freitag in der Schweiz zusammen, um über Lösungen im Streit über das iranische Nuklearprogramm zu verhandeln. Erstmals seit 29 Jahren kommen auf dieser Ebene Unterhändler beider Staaten zusammen.

Die Nachfrage wird sich laut der Commerzbank in den kommenden Monaten weiterhin abschwächen. Der Ölpreis dürfte daher deutlich unter das derzeit „überhöhte Niveau“ fallen, heißt es in einer Studie der Bank.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

HANDELSBLATT CHARTS

Rohstoff-Charts (1 Monat)
Name akt. Kurs in %
Gold 918,00 −0,65
Silber 13,05 −2,03
Öl (Brent) 61,48 −0,93
Aluminium 1.561,50 −3,01
Anzeige

Handelsblatt Input

Für den Inhalt ist der jeweilige Emittent verantwortlich.

09.07.2009

Société Générale: Marktgeschehen

Investment & Life Rohstoffe Ausgabe 27 / 2009

09.07.2009
09.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Zum Handelsschluss ein neues Tief

08.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Die Lage spitzt sich zu

07.07.2009
07.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Kampf um die Schlüsselmarken

06.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® hat einen Signalgeber bei 4.653 Punkten

05.07.2009

Société Générale: Marktgeschehen

Investment & Life online Ausgabe 26 / 2009

02.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - Vor – zurück und wieder vor

01.07.2009

Société Générale: Produktinfos

Jetzt bei Kursschwankungen des DAX® verdienen!

01.07.2009

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG: Marktgeschehen

DAX® - 1 Schritt vor, 1 Schritt zurück