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16.06.2008 

Bereits Regers Urgroßvater war im Williston-Basin, zu dem die Bakken-Region geologisch gehört, für Mobil Oil tätig. Auch sein Großvater, Vater und Bruder waren oder sind im Geschäft. Er selbst begann im Alter von 15 Jahren, in Montana Land für die Suche nach Öl und Erdgas zu pachten. Mit einer tragbaren Schreibmaschine hämmerte er auf dem Küchentisch der Landwirte Verträge herunter. „Das hier ist unser Becken“, sagt der 32-Jährige.

Dennoch hängt auch Regers Erfolg davon ab, ob die Bohrunternehmen das Öl aus dem Boden bekommen. Die Vorräte im Bakken sind in 3,2 Kilometern Tiefe in einer Schicht Dolomit eingeschlossen, einem dichten Gestein, das Öl nicht so leicht freigibt wie Kalkfels. Dazu kommt, dass die Öl führende Dolomit-Schicht in Norddakota mit durchschnittlich sieben Metern sehr dünn ist. Die Erschließung des Felds ist also teuer – rund fünf Mill. Dollar je Bohrung – und es kann vorkommen, dass eine Quelle kein Geld bringt oder das Öl nur spärlich fließt. „Man hat Schwankungen“, sagt John Gerdes, Öl- und Gas-Analyst bei SunTrust Robinson Humphrey in Houston. „Es kommt auf das Gestein an, es kommt auf die Leute an.“

Mit heutigen technischen Mitteln lassen sich aus dem Bakken-Feld bis zu 4,3 Mrd. Barrel Öl gewinnen, so eine Schätzung des Geologischen Dienstes vom April. Das ist nur ein Bruchteil der Menge, die dort liegen soll, wäre aber immer noch das größte Vorkommen auf dem Festland der USA. Solche Zahlen haben neben Reger auch die ganz Großen des Ölgeschäfts in die Region gelockt. Harold Hamm, der vor vielen Jahren in der Branche als LKW-Fahrer begann, hat über seine Continental Resources Lizenzen für knapp 200 000 Hektar gekauft. Auch Philip Anschutz, 68, Gründer von Qwest Communications International und Regal Entertainment Group, tummelt sich hier, sowie zwei Söhne des Milliardärs und Ölspekulanten H. L. Hunt: William H. und Ray L. Hunt mit ihren Firmen Petro-Hunt und Hunt Oil.

Gewinner ist bisher aber EOG, eine ehemalige Tochter des bankrott gegangenen Energiehändlers Enron Corp. Sie trieb im April 2006 etwas nördlich von Parshall, einem Nest in West-Norddakota, eine Horizontalbohrung in den Boden. Einen Monat später begann die Quelle zu fördern, und in den ersten sieben Tagen sprudelten 1 883 Barrel Öl aus der Erde. Anders als andere Senkrechtbohrungen ist die Anlage nach wie vor aktiv; im März lag die Produktion bei 2 05 Barrel.

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