Geologie in der Bakken-Formation
Katzengold Jahrzehnte lang galt der Bakken als das Katzengold der Ölbranche. In rund drei Kilometern Tiefe verläuft dort eine geologische Dreierformation: zwei dünne Lagen schwarzen Schiefers, von denen aus Öl in eine dazwischen gelegene Dolomit-Schicht sickert. Benannt ist die Lagerstätte nach Henry O. Bakken, einem Landwirt aus North Dakota, auf dessen Land in den 1950er Jahren der erste Bohrturm zur der Formation vorstieß.Zusammen sind die drei Schichten nur 45 Meter stark. In älteren, senkrechten Bohrungen floss das Öl daher oftmals nur für wenige Wochen und versiegte dann.
Fortschritt Heute sind Unternehmen wie Brigham Exploration aus dem texanischen Austin, Whiting Petroleum aus Denver oder die EOG in der Lage, waagrecht zu bohren. So können sie bis zu 1 400 Meter lange horizontale Tunnel in den Bakken-Dolomit treiben und damit mehr Öl führendes Gestein freilegen. Zuletzt wird unter hohem Druck Wasser und Sand in das Loch gepumpt, um den Dolomit aufzusprengen und Risse zu schaffen, durch die das Öl dann austreten kann.
