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04.12.2008 
Rohstoffmarkt

Ölpreis setzt Talfahrt fort

Trotz gefallener Lagerbestände in den USA sinkt der Preis für Rohöl den vierten Tag in Folge. Ein Fass der US-Sorte WTI kostet mittlerweile nur noch gut 45 Dollar, der Preis für Brentöl ist bereits unter diese Marke gefallen. Auf diesem Niveau lagen die Ölpreise zuletzt vor fast vier Jahren.

HB DÜSSELDORF. Die Ölpreise haben am Donnerstag den vierten Tag in Folge deutlich nachgegeben und sind auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete im frühen Handel 45,53 Dollar - das waren 1,26 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank um 1,33 Dollar auf 44,11 Dollar.

Händler begründeten die erneuten Kursverluste mit dem nach wie vor sehr schlechten Ausblick für die weltweite Konjunktur. Dies dürfte die Ölnachfrage in den kommenden Monaten weiter belasten und damit Druck auf die Preise ausüben, hieß es. Seit vergangenem Sommer haben die Ölpreise um mehr als 100 Dollar nachgegeben. Allein in dieser Woche sind die Preise um rund zehn Dollar gesunken. Mitte Juli - vor der Zuspitzung der Finanzkrise im Herbst - hatten die Ölpreise noch Rekordmarken von knapp unter 150 Dollar erreicht.

In New York hatte der WTI-Preis am Dienstagabend anfängliche Gewinne im Handelsverlauf wieder abgegeben und 0,17 Cents auf 46,79 Dollar abgegeben. Der positive Effekt der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten wurde durch anhaltende Sorgen um eine sinkende Nachfrage auf dem Markt überlagert. Die US-Rohöllagerbestände sind in der Vorwoche um 0,456 Mio. Barrel gefallen. Analysten hatten hingegen einen Anstieg um 1,7 Mio. Barrel prognostiziert.

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