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29.11.2008 
Rohöl

Opec vor Förderkürzung

Die Opec-Länder streben nach Angaben aus den eigenen Reihen überwiegend eine Förderkürzung von bis zu 1,5 Mio. Barrel pro Tag ab Dezember an.

HB KAIRO. Die Mehrheit der Teilnehmer habe sich bei einem informellen Treffen am Samstag im Kairo dafür ausgesprochen, bei dem nächsten regulären Treffen am 17. Dezember in Algerien für eine Kürzung der Öl-Förderung zwischen 1,0 und 1,5 Mio. Barrel (1 Barrel = 159 Liter) zu plädieren, hieß es bei Teilnehmern des Treffens der Organisation der Erdöl produzierenden Länder. Die Opec berät derzeit über Förderkürzungen, um das Angebot zu verknappen und ihre Erlöse wieder zu verbessern.

Unter dem Druck seiner Opec-Partner hat Saudi-Arabien erstmals seit Jahren ein Preisziel für Rohöl genannt. "Es gibt gute Gründe für einen Preis von 75 Dollar je Barrel", sagte Ölminister Ali al-Naimi am Samstag am Rande eines informellen Treffens der Organisation der Erdöl produzierenden Länder (Opec) in Kairo. "75 Dollar sind ein fairer Preis." Der Ölpreis ist zuletzt wegen einer absehbar sinkenden Nachfrage in dem weltweiten Konjunkturabschwung auf unter 50 Dollar je Barrel abgestürzt. Nach rekordhohen 147 Dollar im Juli kostete das Fass am Freitag noch gut 54 Dollar.

Die Opec berät derzeit über weitere Förderkürzungen, um das Angebot zu verknappen und ihren Erlös wieder zu verbessern. Eine Entscheidung soll aber erst beim Gipfeltreffen in Algerien im Dezember fallen. Die Industriestaaten hoffen darauf, dass das Ölkartell ihre Kassen schont und keine Rückkehr zu einem Niveau von 100 Dollar je Fass anpeilt. Opec-Mitglieder wie Iran und Venezuela drängen dagegen zum Ausgleich ihrer hohen Handelsbilanzdefizite auf eine deutliche Verteuerung des Rohstoffs.

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