Als eine wichtige Finanzierungsquelle für Rohstoffprojekte habe in den vergangenen Jahren die Aktienbörse in der philippinischen Hauptstadt Manila gedient. Hier seien die Aktien zahlreicher neu ins Leben gerufener Rohstoffgesellschaften gelistet worden, sagt Leo G. Dominguez von der auf die Finanzierung von Bergbauprojekten fokussierten Kanzlei Quisumbing Torres. Dabei hätten sich zahlreiche Rohstoffunternehmen auch zu Dual-Listings entschlossen und ihre Aktien sowohl in Manila als auch an der Australian Stock Exchange oder aber der AIM - dem Zweitmarkt der London Stock Exchange - notiert. Auf diese Weise habe man auch versucht, sich die dortigen Finanzierungsquellen zu erschließen.
Experten schließen nicht aus, dass diese bisher üppig sprudelnden Liquiditätsquellen wegen der globalen Kreditkrise vorübergehend versiegen werden. Wolle man einen weiteren Anstieg der Metall- und Energiepreise verhindern, werde die Investitionsbereitschaft in neue Projekte wegen der nach wie vor bestehenden Knappheit an wichtigen Rohstoffen aber weiter hoch bleiben müssen, ist Romualdez zuversichtlich.
Unbekanntes Rohstoffland
Das Land: Die Philippinen bestehen aus 7 107 Inseln. Die 88,7 Millionen Menschen leben auf einer Grundfläche von rund 300 000 Quadratkilometern.
Geologie: Der Inselstaat weist 400 Vulkane auf, von denen heute 22 aktiv sind. Der vulkanische Ursprung ist die Grundlage des Rohstoffreichtums.
Metalle: Das Land ist für seine großen Vorkommen an Kupfer, Gold, Chrom, Nickel, Eisenerz, Silber, Bauxit, Blei, Sulfur (Schwefel) Zink, Molybdän und Quecksilber bekannt.
Unternehmen: Die großen Minengesellschaften sind Philex Mining, Semirara Mining, Lepanto Consolidate Mining und Benguet Corporation.
