Die Opec: Das Kartell und sein Preis
Herkunft: Weil der Ölpreis in den fünfziger Jahren stark fällt und ihren Regierungen Haushaltskrisen beschert, schließen sich 1960 Saudi-Arabien, Iran, der Irak, Kuwait und Venezuela zur Opec zusammen. Später treten Angola, Algerien, Indonesien, Libyen, Katar, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate dem Kartell bei.
Funktionsweise: Zweimal pro Jahr treffen sich die für Öl zuständigen Minister der Opec-Mitglieder, um ihre Fördermengen abzusprechen. So wollen sie den Ölpreis in die gewünschte Richtung lenken. Gegen Mitgliedstaaten, die sich nicht an ihre Quoten halten, kann die Opec Sanktionen verhängen.
1. Ölkrise: Wegen des Jom-Kippur-Krieges zwischen Israel, Syrien und Ägypten verhängt die Opec 1973 einen Boykott gegen den Westen: Der Ölpreis steigt von 2,89 Dollar pro Barrel auf 11,65 Dollar (siehe Grafik). Damals fördern die Opec-Staaten 55 Prozent der Weltölproduktion. Von 1974 bis 1978 hebt die Opec den Ölpreis halbjährlich um bis zu zehn Prozent an.
2. Ölkrise: Nach der iranischen Revolution 1979 springt der Ölpreis von 15,50 auf 24 Dollar. Der Weltmarktanteil der Opec ist bis heute auf 40 Prozent gesunken, auch weil neue Fördergebiete wie Alaska und der Golf von Mexiko hinzukamen.
