"Wichtigster Antrieb bei der Nachfrage nach Titanschwamm hoher Qualität war stets die Luftfahrtindustrie. In diesem Sektor wird die Nachfrage durch die zwei neuen Titan-intensiven Passagierflugzeuge, den Airbus 380 und den Boeing Dreamliner 787 angetrieben", stellen die australischen Experten fest. Etwas verhaltener verlief die Entwicklung in der Pigmentindustrie. Für sie war 2007 "eines der langsameren Wachstumsjahre" mit einem Verbrauchszuwachs von 2,7 Prozent, so TZMI. Verantwortlich war in erster Linie der deutliche Verbrauchsrückgang in Nordamerika um 4,8 Prozent oder 65 000 Tonnen. In Westeuropa stieg dagegen der Bedarf um 4,4 Prozent und in China um 10,8 Prozent auf 88 000 Tonnen.
Die Aussichten sind also gar nicht so schlecht. Doch die Firmen kämpfen mit Problemen, verursacht vor allem durch Wechselkursveränderungen und hohe Frachtkosten. Auch konnten sie laut TZMI die stark steigenden Kosten nicht an die Kunden weitergeben. Erwartet wird daher eine weitere Konsolidierung und Restrukturierung der Industrie. 2007 hat bereits Cristal Global, die sich in Mehrheitsbesitz eines saudischen Pigment-Produzenten befindet, Millenium Inorganic Chemicals gekauft und stieg damit zum zweitgrößten Pigment-Produzenten (755 000 Tonnen) nach der US-Firma DuPont (985 000 Tonnen) auf. Die größten Förderer der Titanmineralien sind BHP Billiton, Rio Tinto
und die australische Iluka Resources.
Die Preise für Titan-Pigmente variieren stark von Region zu Region. Der Preis pro Tonne könne in Europa bis zu 400 US-Dollar höher sein als in Nordamerika, schreibt TZMI. Die Australier geben für 2006 den durchschnittlichen Preis für eine Tonne, die aus den USA exportiert wurde, mit 1 847 US-Dollar an; 2007 lag er nach bisherigen Zahlen bei 1 883 Dollar.
Stärker gefragt ist Zirkonium, das als Nebenprodukt der Titangewinnung anfällt und vor allem zur Härtung von Keramikfliesen, Porzellan und in der Glasproduktion verwendet wird. Die Jahresproduktion von Zirkonium-Konzentrat lag 2007 bei 1,24 Mill. Tonnen, ein Anstieg um fünf Prozent. Bis 2015 rechnet die US Geological Survey mit einem durchschnittlichen Bedarfszuwachs um jährlich drei Prozent.
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