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Autovermieter: Klartext gefordert

Autovermieter sind dazu verpflichtet, ihre Kunden darauf hinzuweisen, dass der jeweilige Versicherer des Unfallgegners den angebotenen Tarif eventuell nicht voll erstattet. Der Grund: Die Kosten eines Mietfahrzeugs muss die gegnerische Haftpflichtversicherung nur in Höhe des ortsüblichen Normaltarifs erstatten.

Wer teurer anmietet, läuft Gefahr, einen Teil der Kosten selbst tragen zu müssen. Der Autovermieter ist allerdings verpflichtet, den Kunden unmissverständlich darauf hinzuweisen, wenn sein Tarif deutlich über diesem Satz liegt. Versäumt er das, bleibt er und nicht der Kunde auf der Differenz sitzen.

Das zeigt eine Entscheidung des Landgerichts Coburg, mit der der Anspruch eines Autovermieters auf den Normaltarif gekürzt wurde. Er hatte den Mieter nicht über die Gefahr aufgeklärt, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners wegen der Höhe der vereinbarten Mietwagenkosten, die 41,5 Prozent über dem ortsüblichen Satz lagen, möglicherweise nicht den kompletten Betrag übernehmen würde.

Der Kunde, der einen Klein-Lkw angemietet hatte, musste ihm daher nur den Normaltarif bezahlen (Az.: 14 O 492/08).

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