Aktuelle Rechtsprechung
Haftung für beschädigte Ware

Werden Produkte beim Transport beschädigt, haftet der Spediteur für die zerstörte Fracht. Häufig ist aber umstritten, welchen Wert die Havarieware hatte. Der Bundesgerichtshof hat jetzt klargestellt: Maßgeblich ist der Beschaffungswert für den konkreten Empfänger - mit allen für ihn geltenden Marktbesonderheiten.
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Seine Handelsstufe wird daher ebenso berücksichtigt wie die Verhältnisse auf dem Teilmarkt. Welche Folgen das hat, zeigt der jetzt entschiedene Fall: Bei einem Verkehrsunfall wurden Flaschen aus Eigenproduktion zerstört. Für die unbeschädigte Ware wollte das Frachtunternehmen einen Restwert in Abzug bringen. Dem schob der BGH einen Riegel vor: Bei Glasflaschen drohten durch den Unfall Haarrisse und Absplitterungen. Daher dürften diese nicht ohne vorherige Kontrolle in Verkehr gebracht werden. So hatten auch die offensichtlich heil gebliebenen Flaschen nach Meinung der Bundesrichter keinen anrechenbaren Restwert.

Az.: I ZR 171/08

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