Anleger warten vergeblich
Keine Anklage im Infinus-Skandal

Vor einem Jahr wurden sechs Manager der Dresdner Infinus-Finanzfirmengruppe festgenommen. Sie sollen Zehntausende Anleger betrogen haben. Doch die rechtliche Aufarbeitung zieht sich hin - zum Ärger der Anleger.
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DresdenEin Jahr nach der Festnahme von sechs Managern des Dresdner Infinus-Finanzkonzerns ist noch kein Termin für eine Anklage in Sicht. Die Staatsanwaltschaft Dresden verweist auf die Komplexität der Ermittlungen wegen Anlagebetrugs und die Zahl der Firmen, gegen die sich die Vorwürfe richten. „Ein Termin für die Anklageerhebung ist deshalb noch gar nicht absehbar“, sagte Staatsanwalt Jan Hille.

Fünf der sechs am 5. November 2013 festgenommenen Infinus-Manager sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Die nächste Haftprüfung steht im Dezember an. Ein sechster zunächst Festgenommener war nach einem Geständnis im Februar freigekommen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, nach einem Schneeballsystem Zehntausende Anleger um Hunderte Millionen Euro betrogen zu haben.

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe und der Beschlagnahme umfangreicher Vermögenswerte sind die meisten Firmen aus dem rund zwei Dutzend Unternehmen zählenden Geflecht zahlungsunfähig geworden. Die Forderungen belaufen sich nach Angaben der Insolvenzverwalter auf insgesamt über eine Milliarde Euro.

Im Insolvenzverfahren gegen die Konzernmutter, die Future Business KGaA (Fubus), hat das Amtsgericht Dresden die Gläubigerversammlung für den 18. Dezember anberaumt. Zweimal musste sie schon verschoben werden, wie Insolvenzverwalter Bruno Kübler sagte. Zunächst müssten die Inhaber von Orderschuldverschreibungen in mehr als 4800 Serien über die Wahl beziehungsweise Nichtwahl eines gemeinsamen Vertreters abstimmen.

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