Anzeigepflicht
Zu spät krank gemeldet und Job verloren

Sechs Mal hintereinander war dem Arbeitgeber zu viel: Ein Vorarbeiter in der Flugzeugreinigung gab seine Krankmeldung sechs Mal zu spät ab. Immer wieder wurde er für das Verhalten abgemahnt. Dann folgte die Kündigung.

FrankfurtWiederholte Verletzungen der Anzeigepflicht einer Arbeitsunfähigkeit nach einer Abmahnung können eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, hat das hessische Landesarbeitsgericht (Az.: 12 Sa 522/10) entschieden.
In dem Urteilsfall hatte sich ein Vorarbeiter in der Flugzeuginnenreinigung von 2003 bis 2009 insgesamt sechsmal zu spät beim Arbeitgeber krankgemeldet. Deshalb hatte er insgesamt vier Abmahnungen erhalten. Als er ein weiteres Mal die Krankmeldung zu spät einreichte, kündigte ihm das Dienstleistungsunternehmen.

Die Frankfurter Landesarbeitsrichter sahen das als gerechtfertigt an. Sie erkannten beim Kläger eine „fehlende Bereitschaft, den arbeitsvertraglichen Pflichten durchgehend nachzukommen“. Außerdem müsse sich jeder Arbeitnehmer unverzüglich krankmelden, damit der Arbeitgeber kurzfristig Personal umdisponieren könne.

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