Arbeitsrecht
Abmahnung für „beschissenes Wochenende“

Ein Betriebsratsvorsitzender hatte seinen Chefs ein "beschissenes Wochenende" gewünscht. Dafür gab es Abmahnungen. Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass das rechtens war.
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MainzWer seinem Vorgesetzten ein „beschissenes Wochenende“ wünscht, darf abgemahnt werden. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem heute bekanntgewordenen Urteil. Nach Auffassung der Richter ist es unerheblich, ob die darin liegende Beleidigung auch strafrechtlich relevant ist. Denn zu den arbeitsvertraglichen Pflichten eines Mitarbeiters gehöre es, respektvoll mit Kollegen umzugehen. (Az.: drei Sa 150/11)

Das Gericht hob mit seinem Urteil eine gegenteilige Entscheidung des Arbeitsgerichts Koblenz auf und wies die Klage eines Betriebsratsvorsitzenden ab. Der Mann hatte verlangt, dass mehrere Abmahnungen aus seiner Personalakte entfernt werden sollten. Diese hatte er sich unter anderem eingehandelt, weil er zwei Vorgesetzten sinngemäß ein „beschissenes Wochenende“ gewünscht hatte. Anders als das Arbeitsgericht sah das LAG darin eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten. Als unerheblich wertete das Gericht, dass zwischen den Beteiligten eine „angespannte Situation“ bestand.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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